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Neuregelungen zum erweiterten Anspruch auf Kinderkrankengeld 2021

Für dieses Jahr wird die Zahl der Kinderkrankentage für gesetzlich Versicherte verdoppelt. Das hat der Bundestag beschlossen. Zudem soll der Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes gelten, sondern auch, wenn Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist. Die Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar in Kraft treten.

Hier können Sie sich den Antrag auf Kinderkrankengeld bei pandemiebedingter Betreuung des Kindes (PDF) sowie die Musterbescheinigung bei Schul-/Kitaschließung (PDF) downloaden.

Für welchen Zeitraum gilt der erweiterte Anspruch?

Die Regelung tritt rückwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft und gilt für das gesamte Jahr 2021.

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kind bis unter 12 Jahre alt ist. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Das Kind muss ebenfalls gesetzlich versichert sein. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Privatversicherte und beihilfeberechtigte Eltern müssen ihren Anspruch nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) geltend machen.

Wie muss der Anspruch nachgewiesen werden?

Kind krank:
Ist das Kind krank, muss der Betreuungsbedarf gegenüber der Krankenkasse mit einer Bescheinigung vom Arzt nachgewiesen werden. Dafür wird die „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ ausgefüllt.

Schul-/Kitaschließung:
Muss ein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zu Hause betreut werden, muss der gesonderte Antrag eingereicht werden. In Einzelfällen kann es notwendig sein, dass zusätzlich eine Bescheinigung der Einrichtung erforderlich ist. Des Weiteren ist ein Nachweis der entsprechenden Einrichtung erforderlich. Hierzu wurde vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend eine Musterbescheinigung erstellt.

Wie hoch ist mein Kinderkrankengeld?

Um die Höhe Ihres Kinderkrankengeldes zu berechnen, benötigen wir Informationen zu Ihrem Einkommen von Ihrem Arbeitgeber. Die Informationen erhalten wir direkt von dort.

  • Das Kinderkrankengeld beträgt grundsätzlich 90 Prozent Ihres ausgefallenen Nettogehalts.
  • Sofern Sie in den letzten 12 Monaten Einmalzahlungen wie zum Beispiel Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld erhalten haben, beträgt Ihr Kinderkrankengeld sogar 100 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts.
  • Aufgrund gesetzlicher Regelungen (Beitragsbemessungsgrenze) beträgt das tägliche Kinderkrankengeld im Jahr 2021 maximal 112,88 Euro.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Auszahlung Ihres Kinderkrankengeldes abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge erfolgt.

Wie viele Krankentage stehen den Familien zu?

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt von 10 Tagen pro Elternteil und Kind auf 20 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 40 Tage. Eine Übertragung der Ansprüche zwischen den Elternteilen ist wie bisher möglich. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 20 auf nun 40 Tage.

Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben Anspruch auf maximal 80 Kinderkrankentage. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch noch einmal um zehn Tage auf dann maximal 90 Tage – egal, wie viele Kinder in der Familie leben.

Darf der komplette Anspruch für Schul-/Kitaschließungen verwendet werden?

Ja. Die 20 beziehungsweise 40 Tage können sowohl für die Betreuung eines kranken Kindes verwendet werden als auch für die Betreuung, weil die Schule oder Kita geschlossen beziehungsweise die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde.

Müssen Schule oder Kita komplett geschlossen sein?

Nein, auch wenn die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule oder Kita gehen kann, haben Eltern Anspruch.

Gilt der Anspruch auch, wenn eine mögliche Notbetreuung nicht in Anspruch genommen wird?

Ja, eine Notbetreuung muss nicht vorrangig in Anspruch genommen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund des wiederholten Appells der Bundesregierung, Kontakte deutlich zu minimieren und nach Möglichkeit zu vermeiden, sowie entsprechender Bund-Länder-Beschlüsse können Eltern nicht verpflichtet werden, eine Notbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Was gilt, wenn die Eltern neben der Kinderbetreuung im Home-Office arbeiten könnten?

Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die geschuldete Arbeitsleistung nicht auch grundsätzlich im Home-Office erbracht werden könnte.

Besteht parallel Anspruch auf Lohnersatzleistungen nach §56 des Infektionsschutzgesetzes?

Nein, wenn ein Elternteil Kinderkrankengeld beansprucht, ruht in dieser Zeit für beide Elternteile der Anspruch nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes.

Welche KITA- und Schuleinrichtungen werden berücksichtigt?

Es werden alle Einrichtungen unabhängig von der Trägerschaft berücksichtigt zum Beispiel auch private Tagesbetreuung (Tagesmütter).

Besteht auch ein Anspruch während der Schulferien?

Ein Anspruch besteht nur dann, wenn ansonsten eine Ferienbetreuung stattgefunden hätte, die pandemiebedingt nicht möglich ist. Hierzu ist ein Nachweis erforderlich.

Besteht der erweiterte pandemiebedingte Anspruch 2021 auch für Kinderverletztengeld?

Ja auch hier besteht der erweiterte Anspruch in 2021.

Besteht auch bei Selbstständigen ein Anspruch?

Grundsätzlich ja. Der Anspruch besteht allerdings nur, wenn der Einkommensausfall aufgrund der Kinderbetreuung entstanden ist.

Ist der Betrieb des Selbstständigen geschlossen und besteht schon deshalb der Einkommensausfall ist keine Erstattung möglich.

Ist das pandemiebedingte Kinderkrankengeld vorrangig gegenüber dem Pflegeunterstützungsgeld?

Ja, das pandemiebedingte Kinderkrankengeld ist vorrangig gegenüber dem Pflegeunterstützungsgeld. Sofern das Kinderkrankengeld ausgeschöpft wurde und daher kein Kinderkrankengeldanspruch mehr besteht, ist ein Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld nach § 44a Abs. 3 SGB XI zu prüfen.

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