Folsäure – sinnvolle Ergänzung in der Schwangerschaft

Folsäure trägt in der Schwangerschaft zu einer gesunden Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes bei. Wir erklären, was Folsäure überhaupt ist, welche Wirkung sie auf den Körper hat und was Sie bei der Einnahme beachten sollten.
Was ist Folsäure?
Folsäure ist synthetisch hergestelltes Folat. Bei Folat handelt es sich wiederum um Vitamin B9, das zu einem stabilen Stoffwechsel beiträgt. Es unterstützt die Bildung gesunder roter Blutkörperchen sowie die Zellteilung, -regeneration und -neubildung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine Zufuhr von 300 µg (Mikrogramm) Folat pro Tag.
Folsäure ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Eine zusätzliche Folsäurezufuhr kann insbesondere für Schwangere sinnvoll sein, um das Risiko von Neuralrohrdefekten bei ungeborenen Babys zu verringern.
Sollte man in der Schwangerschaft Folsäure nehmen?
Die Einnahme von Folsäure in der Schwangerschaft reduziert insbesondere das Risiko für Neuralrohrdefekte, beispielsweise der sogenannte „offene Rücken“ (Spina bifida). Dabei sind vor allem der Zeitpunkt und die Dauer der Folsäurezufuhr entscheidend.
Die DGE empfiehlt eine Folsäurezufuhr von 400 µg zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung – im Idealfall mindestens vier Wochen vor der Empfängnis und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels.
Denn bereits in der dritten Schwangerschaftswoche beginnt die Entwicklung des zentralen Nervensystems, indem das sogenannte Neuralrohr gebildet wird – daraus entwickeln sich das Gehirn und das Rückenmark. Es ist wichtig, dass sich das Neuralrohr bis zum Tag 22 bis 28 nach der Befruchtung schließt. Wer also einen Kinderwunsch hat, sollte (nach ärztlicher Absprache) frühzeitig mit der Einnahme von Folsäure beginnen, damit der Körper schon zu Beginn der Schwangerschaft ausreichend versorgt ist.
IKK Südwest erstattet die Kosten für Präparate mit Folsäure
Wir möchten, dass Mutter und Kind bei bester Gesundheit sind. Deswegen erstatten wir werdenden Eltern die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure – sowohl Mono- als auch Kombipräparate mit den Wirkstoffen Eisen, Magnesium und Folsäure.
Lebensmittel, die natürliches Folat enthalten
Folat leitet sich vom lateinischen „folium“ ab und bedeutet „Blatt“. Kein Wunder also, dass Blattgemüse oft besonders viel natürliches Folat enthält.
Zu den folatreichen Lebensmitteln gehören unter anderem:
- grünes Gemüse, besonders Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Brokkoli und Salate
- Hülsenfrüchte
- Kartoffeln
- Nüsse
- Sprossen
- Weizenkeime
- Vollkornprodukte
- Tomaten
- Orangen
- Leber enthält sehr viel Vitamin A und sollte daher in der Schwangerschaft nur selten verzehrt werden.
- Eier
Sie sollten Gemüse nicht zu lange lagern oder kochen, da der Folsäuregehalt dadurch stark sinkt – Gemüse lieber dünsten statt kochen. Darüber hinaus gibt es mit Folsäure angereicherte Produkte wie Milchprodukte, Erfrischungsgetränke und Salz. Eine zusätzliche Zufuhr mit Folsäurepräparaten ist in der Schwangerschaft dennoch empfehlenswert.
Was passiert, wenn man keine Folsäure in der Schwangerschaft nimmt?
Eine unzureichende Folatzufuhr kann das Risiko für Neuralrohrdefekte erhöhen. Deswegen wird werdenden Müttern empfohlen, in der Schwangerschaft Folsäurepräparate einzunehmen. Dies sollte immer nach ärztlicher Absprache erfolgen.
Ist zu viel Folsäure in der Schwangerschaft schädlich?
Ein Überschuss an Folsäure ist allein durch die Ernährung nicht möglich. Anders sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus. Sehr hohe Folsäuredosen über längere Zeit werden nicht empfohlen. Sie können unter anderem einen Vitamin-B12-Mangel verschleiern. Präparate mit Folsäure sollten in der Schwangerschaft deswegen nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.
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