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Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

Egal ob Angststörung, Burnout, Depression oder Suchterkrankung: Die persönlichen Folgen einer psychischen Erkrankung sind oftmals gravierend und beeinflussen alle Lebensbereiche des Betroffenen, folglich auch die Arbeit. Die IKK Südwest hat für Sie wichtige Informationen zum Thema zusammengefasst.

  • Wirtschaftliche Bedeutung
    Psychische Krankheiten haben zunehmende Konsequenzen für die Wirtschaft, denn laut einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) führten psychische Erkrankungen im Jahr 2013 zu rund 82 Millionen Arbeitsunfähigkeits-Tagen (AU-Tage). Nicht umsonst sind psychische Erkrankungen der dritthäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit – nach Muskel-, Skelett- und Atemwegserkrankungen.

    Seelische Erkrankungen haben auch volkswirtschaftliche Folgen. Laut Studie wurde jede zweite Frühverrentung im Jahr 2013 durch psychische Erkrankungen verursacht.

  • Ursachen
    In der heutigen Arbeitswelt und Leistungsgesellschaft ist die Psyche stark gefordert, körperliche Anforderungen sind weitestgehend in den Hintergrund gerückt.

    Folgende Faktoren beziehungsweise Arbeitsbedingungen können psychische Probleme hervorrufen:

    • hoher Zeitdruck
    • Leistungsdruck
    • zu viel Arbeit oder zu wenig sowie eintönige Arbeit
    • Störungen des Arbeitsablaufs
    • hohe Verantwortung oder eingeschränkter Entscheidungsspielraum

    Wie so oft im Leben kommt es auch bei der Arbeit auf das richtige Maß an – liegen die oben genannten Faktoren vor, kann die Gesundheit der Mitarbeiter leiden.

    Umso wichtiger ist es, sich als Führungsperson richtig zu verhalten: Die Führungskraft muss auf problematische Veränderungen im Verhalten des Arbeitnehmers reagieren. Dies sollte auch der Fall sein, wenn noch keine Leistungsdefizite erkennbar sind. Wird die behandlungswürdige Situation früh erkannt und behandelt, steigen nämlich die Chancen, dass der Mitarbeiter seine Tätigkeit weiter ausüben kann und keine längerfristige Krankschreibung erforderlich ist.

  • Führungskräfte können Betroffenen helfen
    Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e. V. nennt in der Broschüre „Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz – Eine Handlungsleitlinie für Führungskräfte“ vier Gestaltungsebenen, auf denen Arbeitgeber und Führungskräfte aktiv werden können:

    Erkennen

    Führungskräfte sollten verstärkt auf Verhaltensauffälligkeiten bei Mitarbeitern achten, um mögliche psychische Erkrankungen zu erkennen. Hierbei kann es helfen, Symptome verschiedener seelischer Krankheiten zu kennen. Eine Sammlung an Krankheitsbilder gibt es auch in der oben genannten Broschüre.

    Handeln

    • Ein Gespräch mit dem Mitarbeiter hilft dabei, die problematische Verhaltensänderung zu klären und weitere Schritte zu besprechen.
    • Der Arbeitgeber sollte klare Korrekturansprüche aussprechen und den Betroffenen dazu ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Einen Leitfaden für ein solches Gespräch findet sich in der oben genannten Broschüre.
    • Kommen beim Arbeitgeber selbst Unklarheiten oder Fragen zum Thema auf, ist es meist ratsam, professionelle Beratungen in Anspruch zu nehmen.
      Einbinden
    • Wenn der Mitarbeiter nach einer längeren Ausfallzeit zurückkehrt, muss ein „Betriebliches Eingliederungsmanagement“-Verfahren (BEM) eingeleitet werden – gegebenenfalls mit Hilfe externer Fachberater.

    Vorbeugen

    • Präventive Maßnahmen können dabei helfen, psychische Erkrankungen zu verhindern. Durch das Führungsverhalten lässt sich ein gutes Arbeitsklima schaffen und Über- und Unterforderung der Mitarbeiter vermeiden. Führungskräfte sollten von Mitarbeitern nur Sachen erwarten, die diese auch leisten können.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement der IKK Südwest
    Arbeitgeber sollten präventiv ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einführen, um ein gutes und „gesundes“ Arbeitsklima zu schaffen. Die IKK Südwest bietet für große und kleine Unternehmen das BGM namens IKK Jobaktiv an.

    Um psychischen Erkrankungen vorzubeugen, eignet sich etwa das Seminar „Work-Life-Balance“. Im Laufe des Workshops werden die Teilnehmer sensibilisiert, Stresssituationen und -quellen frühzeitig zu erkennen und diese zu entschärfen.

    „Studien belegen, dass das Konzept ’Work-Life-Balance’ sich nicht nur für den Einzelnen, sondern für das ganze Unternehmen auszahlt. Zufriedenere, leistungsfähigere Mitarbeiter, geringere Abwesenheitszeiten und Fluktuation sowie ein verbessertes Image in der Öffentlichkeit stehen auf der Habenseite der Unternehmen. Die Beschäftigten gewinnen durch ein optimiertes Zeitmanagement mehr Lebensqualität, breiteren Raum für Familie und Freizeit und lernen, auch Erholungsphasen effektiv zu nutzen“, so Wilfried Both, Referatsleiter Gesundheitsförderung der IKK Südwest.
    Ansprechpartner für das Seminarangebot „Work-Life-Balance“ ist Wilfried Both vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), Tel.: 02 61/80 81-62,
    E-Mail: wilfried.both@ikk-sw.de .

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