Sitzen in der Schwangerschaft – für Ihr Wohlbefinden

Eine schwangere Frau sitzt an einem Schreibtisch. Sie stützt eine Hand auf ihren Bauch.

Der Babybauch wird größer, die Beweglichkeit nimmt ab – selbst Sitzen kann in der Schwangerschaft anstrengend werden. Damit Sie und Ihr Baby sich wohlfühlen, verraten wir Ihnen, wie richtiges Sitzen typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen lindern kann.

Diesen Einfluss hat falsches Sitzen in der Schwangerschaft auf Ihr Wohlbefinden

Langes Sitzen ist bekanntlich ungesund – egal, ob schwanger oder nicht. Doch in der Schwangerschaft macht der Körper viele Veränderungen durch und wegen des wachsenden Babybauchs wird insbesondere die Wirbelsäule stärker belastet. Deshalb ist richtiges Sitzen umso wichtiger!

Langes Sitzen kann …

  • die Gelenke und Muskeln stärker belasten.
  • Schmerzen im unteren Rücken sowie Nacken- und Schulterschmerzen verursachen.
  • Wassereinlagerungen in den Beinen und Krampfadern begünstigen.
  • kann den venösen Rückfluss aus den Beinen verlangsamen.
  • sehr langes unbewegtes Sitzen – etwa auf langen Reisen – kann das Risiko für Thrombosen erhöhen.
  • Bewegungsmangel kann eine übermäßige Gewichtszunahme begünstigen.
  • zu wenig Bewegung insgesamt kann das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes erhöhen.

Eine falsche Sitzhaltung macht sich als erstes im Rücken bemerkbar. Denn durch den wachsenden Babybauch verlagert sich der Körperschwerpunkt nach vorne, sodass viele Frauen in ein Hohlkreuz gehen. Das sorgt nicht nur für mehr Druck auf den Beckenboden, sondern vor allem auch Schmerzen im Lendenwirbelbereich – insbesondere im dritten Trimester.

Tipps für gesundes Sitzen in der Schwangerschaft

Durch die richtige Sitzposition in einer aufrechten Haltung entlasten Sie die Lendenwirbelsäule und beugen somit Schmerzen in Rücken, Nacken und Schultern vor. Damit Sie sich bis zur Geburt möglichst wohlfühlen, haben wir ein paar Tipps für gesundes Sitzen in der Schwangerschaft für Sie:

  • stets langsam hinsetzen und aufstehen
  • auf den Sitzbeinhöckern sitzen – nicht im Hohlkreuz oder auf dem Steißbein
  • Rücken gerade halten
  • Knie und Hüfte im 90-Grad-Winkel. Auch 100–110° Hüftwinkel sind oft angenehmer.
  • Füße hüftbreit aufstellen – auf dem Boden oder auf einer Fußstütze
  • unteren Rücken bei Bedarf mit einem Schwangerschaftskissen stützen
  • Sitzposition regelmäßig wechseln
  • Beine nicht über längere Zeit übereinanderschlagen
  • einmal pro Stunde aufstehen, bewegen, dehnen und Wirbelsäule durch Übungen mobilisieren
  • Hüftbeuger sanft und ohne Überdehnung dehnen, damit das Becken beweglich bleibt
  • bei langen Autofahrten ausreichend viel Pausen einplanen
  • eine stabile Sitzfläche mit guter Rückenunterstützung wählen

Ein Gymnastikball kann gelegentlich als aktive Sitzalternative genutzt werden. Wichtig ist, dass Ihre Füße sicher auf dem Boden stehen und sich Ihre Knie unterhalb der Hüfte befinden.

Unser Tipp: Schwangerschaftsyoga

Yoga in der Schwangerschaft kann helfen, beweglich zu bleiben und Ihre Rückenmuskulatur zu stärken. Außerdem dienen die speziellen Übungen bereits der Geburtsvorbereitung. Deswegen beteiligt sich die IKK Südwest an den Kosten für Yogakurse für Schwangere.

Wie darf man in der Schwangerschaft nicht sitzen?

Achten Sie immer auf eine aufrechte Sitzposition, um Ihre Wirbelsäule zu entlasten.

Vermeiden Sie

  • das lange Sitzen mit angezogenen oder verschränkten Beinen – das behindert die Durchblutung und kann zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Beinen führen.
  • eine stark gebückte Haltung, die kann Rücken und Nacken zusätzlich belasten.
  • langes Sitzen auf sehr weichen Möbeln, weil die Wirbelsäule nicht ausreichend unterstützt wird.

Wie lange darf man als Schwangere sitzen?

Generell sollten Sie langes Sitzen am Stück in der Schwangerschaft vermeiden, um Ihren Rücken nicht übermäßig zu strapazieren. Stehen Sie einmal pro Stunde auf, um sich zu bewegen und die Muskulatur zu mobilisieren.

Individuelles Beschäftigungsverbot

Falls Ihr Job langes Sitzen erfordert und dies Ihre Gesundheit oder die Ihres Kindes gefährdet, kann Ihr Arzt durch ein Attest ein individuelles Beschäftigungsverbot erwirken.

Familienversicherung der IKK Südwest – der Rundum-Schutz für Sie und Ihr Baby

Direkt nach der Geburt können Sie Ihren Nachwuchs bei der IKK Südwest beitragsfrei in die Familienversicherung aufnehmen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Wonneproppen von Anfang an bestens abgesichert und versorgt ist.

So stellen Sie einen Antrag auf Familienversicherung

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