Pilates in der Schwangerschaft
photology1971 – stock.adobe.comWährend einer Schwangerschaft gehen große Veränderungen im Körper einer Frau vor, die mit verschiedenen Beschwerden verbunden sein können.
Pilates kann dazu beitragen, das Wohlbefinden in der Schwangerschaft zu steigern und die Muskeln in dieser herausfordernden Zeit zu kräftigen. Auf dieser Seite informieren wir Sie, welche Vorteile Pilates in der Schwangerschaft hat und welche Übungen Schwangere nicht machen sollten.
Vorteile von Pilates in der Schwangerschaft
Pilates ist ideal für Schwangere, weil es ein muskelkräftigendes, aber gelenkschonendes Workout ist. Die Übungen sprechen die Tiefenmuskulatur an und trainieren genau die Körperregionen, die in der Schwangerschaft sowie vor und während der Geburt stark beansprucht werden – den Beckenboden, die Bauchmuskeln und den Rücken. Dadurch kann ein sanftes Pilatestraining typische Beschwerden während der Schwangerschaft lindern, darunter Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und eine ungesunde Körperhaltung wie beispielsweise ein Hohlkreuz.
Das sind die Vorteile von Pilates in der Schwangerschaft:
- kräftigt die Muskeln und bewahrt ihre Flexibilität
- unterstützt die Stabilität der Wirbelsäule
- trainiert den Beckenboden
- unterstützt eine gesunde Körperhaltung trotz Babybauch
- verbessert Körpergefühl und Gleichgewicht
- kann Rückenschmerzen lindern und einem geschwächten Beckenboden entgegenwirken
- wirkt stressreduzierend und entspannend
Pilates – ideal für Geburtsvorbereitung und Rückbildung
Pilates ist eine ausgezeichnete Geburtsvorbereitung, weil hier der Beckenboden trainiert wird, der für die Geburt eine wichtige Rolle spielt. Man führt zudem viele Übungen im Vierfüßlerstand durch, was für Schwangere in der Regel sehr angenehm ist und möglicherweise eine günstige Position des Babys unterstützen kann.
Nach der Geburt kann Pilates Ihnen bei einer schnelleren Rückbildung helfen und dazu beitragen, die überdehnten Muskeln im Bauch- und Beckenbodenbereich wieder in Form zu bringen.
Ist Pilates für Schwangere geeignet?
Ja, Sie können Pilates in jedem Trimester der Schwangerschaft machen, sofern es keine Komplikationen gibt. Das sanfte Ganzkörpertraining stärkt die Muskulatur in Beckenboden und Rücken und fördert dadurch eine gesunde Körperhaltung, die typische Beschwerden wie Rückenschmerzen lindern kann.
Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass nicht alle Übungen für Schwangere geeignet sind. Einige Übungen müssen während der Schwangerschaft angepasst werden. Zum Beispiel Übungen in der Bauch- oder Rückenlage sowie Rotationen der Körpermitte.
In speziellen Kursen für Schwangere können Sie Pilates sicher und entspannt trainieren – unter professioneller Anleitung und mit Übungen, die speziell auf die Bedürfnisse werdender Mütter ausgelegt sind.
Zuschuss für Pilateskurse für Schwangere
Die IKK Südwest beteiligt sich an den Kosten für Pilateskurse in der Schwangerschaft, wenn …
- der Kurs von der Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert ist und
- Sie mindestens 80 % der Termine wahrgenommen haben.
Auch nach der Geburt unterstützen wir Sie: Mit unserer Familienversicherung ist Ihr Nachwuchs beitragsfrei und umfassend abgesichert.
Wann sollte man kein Pilates in der Schwangerschaft machen?
Wenn eine Risikoschwangerschaft vorliegt (zum Beispiel durch Blutungen oder Erkrankungen) oder es sonstige Komplikationen gibt, sollten Sie Pilates während der Schwangerschaft nur in Absprache mit Ihrem Frauenarzt ausüben.
Auch bei starker Übelkeit im ersten Trimester sollten Sie das Training pausieren oder ärztlich abklären lassen.
Welche Pilatesübungen sollte man in der Schwangerschaft vermeiden?
Einige Übungen im Pilates eignen sich nicht für Schwangere, insbesondere im zweiten und dritten Trimester – unter anderem:
- Übungen in Bauchlage, da hier zu großer Druck auf Gebärmutter und Embryo ausgeübt wird
- längere Übungen in flacher Rückenlage ab dem 2. Trimester, da diese bei manchen Schwangeren Kreislaufbeschwerden verursachen können
- starke Rückbeugen oder Übungen mit hoher Belastung für den unteren Rücken
- Twists, bei denen der Bauch stark zusammengedrückt wird
Um kein Risiko für Sie und Ihr ungeborenes Kind einzugehen, machen Sie Pilates in der Schwangerschaft am besten in einem speziellen Pilateskurs für Schwangere , weil Sie hier von einem professionellen Lehrer bei der Übungsdurchführung unterstützt werden.
Unsere Leistung für Sie: Die IKK Südwest bezuschusst Pilateskurse für Schwangere.
