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Zuzahlungsbefreiung

Der Gesetzgeber sieht für Leistungen der Krankenkasse grundsätzlich eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten vor. Dabei gilt ein Mindestbeitrag von fünf Euro und ein Höchstbeitrag von zehn Euro. Die Zuzahlungen dürfen allerdings die tatsächlichen Kosten einer Leistung nicht überschreiten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von Zuzahlungen grundsätzlich befreit (Ausnahme Fahrkosten).

  • Höchstbetrag für Zuzahlungen

    Versicherte müssen Zuzahlungen nur bis zu einem einkommensabhängigen Höchstbetrag (Belastungsgrenze) leisten. Diese Belastungsgrenze beträgt pro Kalenderjahr zwei Prozent der „Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt“.

  • Chronisch Kranke zahlen weniger

    Chronisch Kranke leisten nur ein Prozent ihrer Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt als Zuzahlung. Wenn in einer Familie bereits ein Angehöriger chronisch krank ist, so verringert sich die Belastungsgrenze für die ganze Familie auf ein Prozent.

  • So ermitteln Sie Ihre Belastungsgrenze

    Herr Meier ist verheiratet und hat zwei minderjährige familienversicherte Kinder. Sein jährliches Bruttoarbeitsentgelt beträgt 30.000,- Euro. Seine Frau und die Kinder haben keine eigenen Einnahmen. Keiner in der Familie ist chronisch krank.

    Ermittlung der Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt
    Jährliches Bruttoarbeitsentgelt35.000,- Euro
    abzüglich Freibetrag für Ehefrau5.355,- Euro
    abzüglich Freibetrag für zwei Kinder (7.356,- Euro pro Kind)14.712,- Euro
    Verbleibender anrechenbarer Betrag= 14.933,- Euro

    Die Belastungsgrenze für Familie Meier beträgt also (14.933,- Euro x 2 %) 238,66 Euro pro Jahr.

    Die Familie hat folgende Leistungen mit den entsprechenden Zuzahlungen in Anspruch genommen:

    1. Quartal 2017
    Eine Fahrt mit dem Krankenwagen, Fahrkosten10,- Euro
    Zwei Arzneimittel von 25,- bzw. 60,- Euro, Zuzahlung 5,- bzw. 6,- Euro11,- Euro
    Gesamtzuzahlungen im 1. Quartal= 21,- Euro
    2. Quartal 2017
    Krankenhausaufenthalt von Herrn Meier von acht Tagen, Zuzahlung 8 x 10,- Euro80,- Euro
    Vier Arzneimittel von 12,-, 20,-, 25,- und 30,- Euro, Zuzahlung je 5,- Euro20,- Euro
    Gesamtzuzahlungen im 2. Quartal= 100,- Euro
    3. Quartal 2017
    Sechs Termine Krankengymnastik von je 25,- Euro, Zuzahlung 6 x 2,50,- Euro und 10 Euro Verordnung25,- Euro
    Gesamtzuzahlungen im 3. Quartal= 25,- Euro
    4. Quartal 2017
    Zwei Arzneimittel von 12,- bzw. 15,- Euro, Zuzahlung je 5,- Euro10,- Euro
    Krankenhausaufenthalt von Frau Meier von 37 Tagen, Zuzahlung 28 x 10,- Euro280,- Euro
    Zuzahlungen im 4. Quartal= 290,- Euro
    Gesamtzuzahlungen 2017436,- Euro

    Familie Meier hat 2017 insgesamt 436,- Euro an Zuzahlungen geleistet. Damit ist die Zuzahlungshöchstgrenze für das gesamte Jahr (238,66 Euro) um 137,34 Euro überschritten. Diesen Betrag erstattet die IKK.

  • So beantragen Sie die Erstattung

    Sie haben drei Möglichkeiten, um nicht zu viel zuzuzahlen:

    Entweder Sie leisten im gesamten Kalenderjahr alle Zuzahlungen und lassen sich am Jahresende von der IKK Zuzahlungen oberhalb Ihrer Belastungsgrenze zurückerstatten.

    Oder Sie stellen bereits im Laufe des Jahres fest, dass Sie die Belastungsgrenze überschreiten. In diesem Fall sollten Sie bei Ihrer IKK Befreiungsausweise beantragen, um im restlichen Kalenderjahr keine weiteren Zuzahlungen mehr leisten zu müssen.

    Sie können auch bereits zu Jahresbeginn die Zuzahlungen bis zur Belastungsgrenze im Voraus zahlen. Sie erhalten dann sofort einen Befreiungsausweis und brauchen im gesamten Kalenderjahr keine Zuzahlungen mehr zu leisten.

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