Präzisionsmedizin in der Infektionsdiagnostik

Bei der Behandlung einer Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist die Kenntnis des ursächlichen Erregers von maßgeblicher Bedeutung. Je schneller der Erreger identifiziert und bekämpft wird, desto geringer ist das Risiko schwerwiegender Folgen. Bislang beruht die Diagnostik auf einer mitunter zeitaufwändigen Blutprobenanalyse. Auch können hierbei nur vergleichsweise wenige Erreger überprüft werden.
Daher bietet die IKK Südwest ihren Versicherten ein innovatives Verfahren an, das eine schnellere Identifikation des ursächlichen Keims ermöglicht. Durch die softwarebasierte Untersuchung einer Blutprobe können über 1.000 Erreger in unter 24 Stunden erkannt werden. Entwickelt wurde das Verfahren von der Noscendo GmbH.
Wie funktioniert die neue Methode?
Für die softwarebasierte Untersuchung wird zellfreie DNA benötigt, wofür eine gewöhnliche Blutentnahme notwendig ist. „Next-Generation-Sequencing“ heißt die anschließend angewendete Methode, mit der das Erbgut potenzieller Erreger in der Blutprobe analysiert wird. Die generierten Daten werden dann mithilfe der CE-zertifizierten Software DISQVER® von der Noscendo GmbH ausgewertet.
Welche Vorteile bietet das Verfahren?
Durch das neue Verfahren kann das Probenmaterial in weniger als 24 Stunden auf eine Vielzahl an Keimen – wie Bakterien, DNA-Viren, Pilze oder Parasiten – getestet werden und ermöglicht damit eine schnellere und effektivere Behandlung der betroffenen Patientinnen und Patienten.
Für welche Patientengruppen ist das Verfahren geeignet?
Das Verfahren wird bei einer Sepsis infolge einer Keiminfektion eingesetzt.
In welchen Kliniken wird das Verfahren bislang angewendet?
Versicherte der IKK Südwest, die sich in teilnehmenden Universitätskliniken, beispielsweise der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, in Behandlung befinden, können von dem innovativen Verfahren profitieren.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website unseres Kooperationspartners Noscendo.
