Boehringer Ingelheim, IKK Südwest und Laborgruppe ZOTZ KLIMAS kooperieren bei Früherkennung chronischer Nierenerkrankungen
Pilotprojekt für datenbasierte Prävention und Früherkennung startet am 1. Oktober in Rheinland-Pfalz
In Deutschland leben ca. 9 Millionen Menschen mit chronischer Nierenkrankheit (CKD). Weil Symptome allerdings oft erst in einem späten Stadium der Erkrankung auftreten, bleibt sie häufig lange unentdeckt. Mit ernst zu nehmenden Konsequenzen: Zum einen lässt sich verlorene Nierenfunktion nicht wiederherstellen, zum anderen haben Menschen mit chronischer Nierenkrankheit ein deutlich höheres Risiko für Herzschwäche und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor diesem Hintergrund starten Boehringer Ingelheim und die IKK Südwest ein gemeinsames Pilotprojekt zur verbesserten Früherkennung bei Versicherten mit erhöhtem CKD-Risiko.
„Chronische Nierenerkrankungen werden häufig zu spät erkannt, obwohl erste Hinweise bereits früh mithilfe eines einfachen Tests messbar sind. Gerade Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitieren besonders von einer frühzeitigen Erkennung. Eine nachhaltige Gesundheitsversorgung gelingt nur durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Gesundheitssystem und die gemeinsame Bereitschaft, Früherkennung stärker an individuellen Risiken auszurichten und den Zugang zu Prävention und Diagnostik zu erleichtern“, sagt Dr. Bettina Kollar, More Health Lead Germany bei Boehringer Ingelheim.
Die Krankenkasse untersucht dafür die Routinedaten ihrer ca. 620.000 Versicherten auf Risikofaktoren – etwa eine Typ-2-Diabetes-Erkrankung oder einen diagnostizierten Bluthochdruck. Im Rahmen einer Studie werden Menschen mit Risikofaktoren angeschrieben und erhalten direkt ein Set zur Probenentnahme für die Bestimmung des Albumin-Kreatinin-Quotienten (uACR). Die Analyse dieses Urintests, der ein etablierter Parameter zur frühzeitigen Erkennung von Nierenschäden ist, übernimmt die Laborgruppe ZOTZ KLIMAS. Für die Versicherten ist die freiwillige Teilnahme kostenfrei und niederschwellig.
Der Kooperationspartner Boehringer Ingelheim fördert das Pilotprojekt finanziell, da es eine zentrale Herausforderung in der Versorgung kardiovaskulärer, renaler und metabolischer Erkrankungen adressiert: die frühzeitige risikoadjustierte Sekundärprävention mit dem Ziel, individuelle Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen und spätere Folgekosten möglichst zu vermeiden.
„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, unsere Versicherten frühzeitig auf gesundheitliche Risiken aufmerksam zu machen. Durch die gezielte Ansprache und ein niedrigschwelliges Testangebot möchten wir die Früherkennung chronischer Nierenerkrankungen verbessern“, so Daniel Schilling, Vorstand der IKK Südwest. „Das Projekt zeigt, wie datenbasierte Ansätze und partnerschaftliche Zusammenarbeit verschiedener Akteure des Gesundheitssystems dazu beitragen können, Prävention und Früherkennung im Gesundheitssystem gezielt zu stärken.“
Boehringer Ingelheim
Boehringer Ingelheim ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in den Bereichen Humanmedizin und Tiergesundheit tätig ist. Als einer der größten Investoren in Forschung und Entwicklung konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung innovativer Therapien in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Durch die Unabhängigkeit seit seiner Gründung im Jahr 1885 nimmt Boehringer eine langfristige Perspektive ein und verankert Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unsere rund 54.300 Mitarbeitende bedienen über 130 Märkte für eine gesündere, nachhaltigere und gleichberechtigtere Zukunft. Erfahren Sie mehr unter www.boehringer-ingelheim.com.
Die IKK Südwest
Die IKK Südwest gehört als regionale Innungskrankenkasse in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Wir, die IKK Südwest, das sind mehr als 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit Herz und Kompetenz einsetzen für unsere Kernthemen Prävention, Gesundheitsförderung und eine zukunftsfähige, regionale Gesundheitsversorgung. Datenorientiert und politisch positioniert bringt die IKK Südwest fundierte Perspektiven in aktuelle gesundheitspolitische Debatten ein – insbesondere zu Themen und Gesundheitsfragen, die Menschen in der Region bewegen. Wir sind persönlich für alle da – vor Ort in unseren 19 Kundencentern in der gesamten Region und an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr sowohl über unsere IKK-Service-Hotline 0681/3876 1000 als auch per App und im Netz über unsere Online-Geschäftsstelle „Meine IKK Südwest“. Mehr Infos unter www.ikk-suedwest.de.
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