Kampagne zum Weltkrebstag: Kinder brauchen Halt, wenn Eltern Krebs haben.

„Als Vater und Großvater weiß ich, wie gerne wir unsere Kinder vor den belastenden Themen des Lebens schützen möchten. Dennoch bin ich überzeugt, dass ein offener und altersgerechter Umgang mit der Diagnose Krebs wichtig ist. Psychosoziale Begleitung von Kindern ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention. Mit diesem Projekt schließen wir gemeinsam eine bestehende Versorgungslücke und bringen als IKK Südwest zudem die wertvollen Erfahrungen ein, die wir bereits im Onkolotsen-Projekt PIKKO sammeln konnten. Umso mehr schätzen wir die tägliche Arbeit der saarländischen Krebsgesellschaft und der Rexrodt von Fircks Stiftung sehr. Sie unterstützen Familien in der schwersten Zeit, geben betroffenen Kindern Halt und öffnen Ihnen den Raum, die belastende Situation zu verarbeiten. Zum Weltkrebstag sagen wir als IKK Südwest betroffenen Familien ganz bewusst: Wir sehen Euch.“
Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstandsvorsitzender IKK Südwest
Fast jede zehnte Krebsdiagnose betrifft ein Kind
Eine Auswertung unserer Versichertendaten hat uns gezeigt, dass seit 2019 mehr als 2.000 saarländische Kinder unter 18 Jahren von einer Krebserkrankung der Eltern betroffen waren. Die emotionale Belastung für die Kinder in der Zeit ist enorm. Besonders dann, wenn ein offener Umgang mit der Krankheit fehlt, Fragen unbeantwortet bleiben und Kinder sich nicht ernstgenommen fühlen. Die Folge: Angst, Trauer, Schuldgefühle.
Um Kindern und Jugendlichen wichtigen Halt in dieser Zeit zu geben, ist es wichtig, Ihnen einfühlsam zu vermitteln: „Du bist nicht alleine.“ Damit das in einer Ausnahmesituation wie der Krebsdiagnose gelingt, hat die saarländische Krebsgesellschaft eine eigene Seite mit Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche von krebskranken Eltern erstellt:
Sichtbarkeit im ganzen Saarland

„Auch wenn Mama keine Haare mehr hat, ist sie die schönste Mama der Welt.“
Echte Zitate von betroffenen Kindern wie dieses hängen als Plakate in den kommenden Wochen überall im Saarland. Sie zeigen im Rahmen der Kampagne authentische Einblicke in die Gefühlswelt von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern an Krebs erkrankt sind.
Unterstützt aktiv unsere Kampagne
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, stellen wir Euch unsere Kampagnen-Motive zum Download bereit. Ladet Euch die Bilder herunter, teilt sie über WhatsApp, Instagram oder Facebook und macht so auf das wichtige Thema aufmerksam.
Über die Kooperationspartner:
Saarländische Krebsgesellschaft
Die saarländische Krebsgesellschaft unterstützt mit dem Projekt Regenbogen Kinder, deren Mama oder Papa an Krebs erkrankt ist. Durch kindgerechte Beratungsgespräche, gemeinsame Ausflüge und liebevoll gestaltete Erlebnisse schenkt das Projekt Zeit zum Lachen, Staunen und Durchatmen, fernab ihres oft belastenden Alltags.


Rixrodt von Fircks Stiftung
Die Rexrodt von Fircks Stiftung stärkt seit 2006 krebskranke Mütter und ihre Kinder, durch einzigartige Reha- und Kurangebote, in denen die ganze Familie gemeinsam Kraft schöpfen und neue Perspektiven finden kann. In diesen geschützten Räumen wird die Mitbetroffenheit aller Familienmitglieder, insbesondere der Kinder, anerkannt und professionell aufgefangen.
Weitere Zusammenarbeit mit der saarländischen Krebsgesellschaft
Projekt „SunPass“
Im Rahmen von „SunPass“ werden sowohl Kita-Mitarbeitende, als auch die Kinder und ihre Eltern durch eine Fachkraft der Saarländischen Krebsgesellschaft in Kooperation mit einem Dermatologen über Maßnahmen zum Sonnenschutz informiert und geschult. Das Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Maßnahmen zum Sonnenschutz in Kindertageseinrichtungen.
Projekt „Onko-Lotsen“
Gemeinsam mit der saarländischen Krebsgesellschaft haben wir Onko-Lotsen im Saarland ausgebildet. Sie sind feste Ansprechpartner für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Ihre Arbeit entlastet ganz praktisch bei Anträgen oder Terminkoordination und sorgen so dafür, dass Betroffene schneller die passende Hilfe erhalten. Die aktiven Onko-Lotsen werden auf Fachtagen über neue Therapieentwicklungen informiert und können dort auch vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren.
