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Patientenverfügung

Jeder hat bei der ärztlichen Behandlung eigene Wünsche – diese können Sie in einer Patientenverfügung individuell festhalten. Mithilfe einer solchen Patientenverfügung können Ärzte sowie das Behandlungsteam Ihre Wünsche auch dann berücksichtigen, wenn Sie entscheidungsunfähig sind.

Die IKK Südwest erklärt Ihnen, wie Sie eine solche Patientenverfügung schrittweise erstellen können.

Schritt für Schritt zur eigenen Patientenverfügung

  • Schritt 1: Form wählen
    Grundsätzlich muss eine Patientenverfügung schriftlich vorliegen, aber nicht zwingend handschriftlich verfasst sein. Sie können die Verfügung auch maschinell erstellen, d. h. am Computer verfassen. Allerdings werden bei der ärztlichen Behandlung auch mündliche Äußerungen berücksichtigt.

    Die Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (Word-Dokument, Stand 10/2016), die das Erstellen einer eigenen Patientenverfügung erleichtern, können Sie kostenlos downloaden. Die folgenden Schritte richten sich nach diesen Textbausteinen.

    Bei der Wortwahl sollten Sie allgemeine Formulierungen vermeiden, um Ihren Willen möglichst gut auszudrücken.

  • Schritt 2: Eingangsformel
    Zu Beginn Ihrer Patientenverfügung sollte eine Eingangsformel stehe, die Ihren vollen Namen sowie Geburts- und Wohnort enthält:

    „Ich … (Name, Vorname, geboren am, wohnhaft in) bestimme hiermit für den Fall, dass ich meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann … .“

  • Schritt 3: Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll
    Im Anschluss an die Eingangsformel definieren Sie Situationen, in denen Ihre Patientenverfügung in Kraft tritt. Solche Situationen wären etwa der unmittelbare Sterbeprozess, das Endstadium einer unheilbaren tödlichen Krankheit oder Gehirnschädigung.

    Falls Sie bereits schwer erkrankt sind, können Sie sich auf die konkrete Krankheitssituation beziehen.

  • Schritt 4: Festlegungen zu ärztlichen/pflegerischen Maßnahmen

    Der nächste Abschnitt der Patientenverfügung sollte genau beinhalten, wann bestimmte ärztliche oder pflegerische Maßnahmen in welchem Umfang eingeleitet und wann beendet werden sollen.

    Zu folgenden Maßnahmen sollten Sie konkret Stellung beziehen:

    • Lebenserhaltende Maßnahmen
    • Schmerz- und Symptombehandlung
    • Künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
    • Wiederbelebung
    • Künstliche Beatmung
    • Dialyse
    • Antibiotika
    • Blut/ Blutbestandteile
  • Schritt 5: Ort der Behandlung, Beistand
    Sie können selbst bestimmen, ob Sie im Krankenhaus, in vertrauter Umgebung oder im Hospiz sterben möchten. Neben dem Ort können Sie in diesem Unterpunkt auch festlegen, welche Personen (z. B. aus dem nähren Umfeld, kirchliche Vertreter, Vertreter einer Weltanschauungsgemeinschaft oder eines Hospiz) Ihnen am Lebensende Gesellschaft leisten sollen.
  • Schritt 6. Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht
    Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Hier können Sie jedoch bestimmen, gegenüber welchen Personen diese Schweigepflicht im Notfall nicht gilt.
  • Schritt 7: Aussagen zur Verbindlichkeit
    An dieser Textstelle können Sie festhalten, in welchen Situationen Ihre Patientenverfügung verbindlich ist und wie Ihr Wille auszulegen ist. Außerdem können sie beispielsweise bestimmen, wessen Auffassung bei unterschiedlichen Meinungen am meisten zählt (z. B. Bevollmächtigter, Betreuer, behandelnder Arzt).
  • Schritt 8: Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen
    Falls Sie eine Vorsorgevollmacht für Gesundheitsangelegenheiten oder Betreuungsverfügung verfasst haben, können Sie diese hier vermerken. Außerdem sollten Sie passend zu jedem Dokument die Vertrauensperson angeben.
  • Schritt 9: Hinweis auf beigefügte Erläuterungen zur Patientenverfügung
    Je konkreter eine Patientenverfügung, desto besser. Deswegen können Sie dem Dokument Ihre allgemeinen Wertevorstellungen sowie sonstige Unterlagen beifügen. Diese begründen den Inhalt Ihrer Patientenverfügung und dienen als Auslegungshilfe.
  • Schritt 10: Organspende
    Hier können Sie auf Ihren Organspendeausweis verweisen oder, falls kein Ausweis vorhanden, Ihre Meinung zur Organspende bekunden.
  • Schritt 11: Schlussformel und Schlussbemerkungen
    Die Schlussformel weist darauf hin, dass Sie unter den zuvor genannten Umständen keine weitere ärztliche Aufklärung wünschen.

    In den Schlussbemerkungen können Sie etwa bekräftigen, dass Sie beim Verfassen der Patientenverfügung entscheidungsfähig waren und das Dokument eigenverantwortlich erstellt haben.

  • Schritt 12: Ärztliche Aufklärung, Bestätigung der Einwilligungsfähigkeit

    Ein Arzt Ihres Vertrauens, z. B. ein Hausarzt, kann Ihnen beim Erstellen der Patientenverfügung helfen und deren Folgen erklären. Mit Datum, Stempel und Unterschrift kann der Arzt Ihre Einwilligungsfähigkeit bestätigen – dies ist auch beim Notar möglich.

    Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn Sie allein leben und keine nahestehenden Verwandten oder Bekannte mehr haben. Ihr rechtlicher Betreuer kann sich bei offenen Fragen dann an den jeweiligen Gesprächspartner wenden.

  • Schritt 13: Handschriftlich unterschreiben

    Am Ende der Patientenverfügung müssen Sie Ort und Datum hinschreiben, sowie Ihre vollständige eigenhändige Unterschrift setzen.

Weitere Informationen zur Patientenverfügung:

Detaillierte Informationen, Material und Beispiele zur Patientenverfügung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz:

Broschüre „Patientenverfügung“

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