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Richtiges Zähneputzen

Unsere Zähne erbringen täglich Höchstleistungen. Sie müssen nicht nur die Nahrung zerkleinern, sondern sind auch Säuren und Bakterien ausgesetzt, die die Zahnsubstanz angreifen. Somit ist die Pflege der Zähne eine Pflicht, die jedoch allzu häufig vernachlässigt und unterschätzt wird. Nur etwa 20 Prozent der Menschen putzen ihre Zähne richtig.

In der heutigen Zeit treten vermehrt Karies und Parodontose auf, wodurch das herkömmliche Putzen der Zähne für deren Pflege und Erhaltung längst nicht mehr ausreicht. Ihre individuelle Putztechnik sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen, denn sie muss den Eigenschaften Ihres Gebisses angepasst sein. Allerdings gibt es auch grundlegende Empfehlungen, damit Ihre Zähne und das Zahnfleisch nicht beschädigt werden.

Das wichtigste Mundpflegemittel ist stets im Einsatz: Speichel. Er enthält alle Mineralien aus den Bestandteilen der Zähne. Doch mit jeder Mahlzeit gelangen Säuren in den Mund, die Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen. Diese werden durch den Speichel neutralisiert, der den Zähnen verlorene Mineralien zurückgibt. Gegen Zahnbelag beziehungsweise Plaque ist der Speichel jedoch machtlos. In der Plaque tummeln sich Bakterien, die Zucker in Säure umwandeln und Karies verursachen können. Deshalb müssen Sie die Beläge wegputzen. Vorsicht ist aber nach dem Genuss von Obst oder Salatsoße geboten. Wenn Säuren den Zahnschmelz erst aufgeweicht haben, strapaziert ihn das Bürsten. Am besten ist es dabei, nach dem Essen den Mund mit Wasser zu spülen und dem Speichel ein bis zwei Stunden zusätzlich zu geben, den Schmelz zu remineralisieren.

  • Die richtige Putztechnik

    Es sollte auf gar keinen Fall mit hohem Druck geputzt oder hin und her „geschrubbt“ werden. Am Zahnfleischrand setzt sich immer sehr viel Belag fest, setzen Sie daher in diesem Bereich die Zahnbürste in einem Winkel von circa 45 Grad an. Bürsten Sie die Außenflächen bitte immer vom Zahnfleisch in Richtung Zahn, mit kleinen kreisenden Rüttelbewegungen. Hierbei spielt auch die Richtung eine wichtige Rolle, fangen Sie immer links an und arbeiten Sie sich nach rechts vor. Auf den Innen- und Kauflächen wird dieselbe Technik wie auf der Außenfläche angewendet. Bei schwer zugänglichen Stellen im Mund dürfen Sie die Zahnbürste auch in Längsrichtung bewegen.

    Eine Alternative zur klassischen Zahnbürste ist die elektrische Zahnbürste, mit der man ein wesentlich gründlicheres Ergebnis und eine für Zähne und Zahnfleisch schonendere Zahnreinigung in kürzerer Zeit erzielt. Hier muss natürlich der richtige Umgang mit der elektrischen Zahnbürste gelernt und geübt werden.

    Zähneputzen ist die wirkungsvollste Maßnahme zur Vorbeugung von Karies und Zahnfleischentzündungen.

    Zusätzlich sollte man andere Interdentalraum-Pflegeprodukte, wie beispielsweise Zahnseide und Mundspülungen, benutzen, um die Zahnzwischenräume zu reinigen, denn hier bildet sich der Herd für Karies. Die Zahnseide sollten Sie u-förmig um einen Zahn herumlegen und mit leichtem Druck den Faden auf und ab – nie hin und her – bis unter den Zahnfleischrand bewegen. Danach spülen Sie ihren Mund mit lauwarmem Wasser sehr gründlich aus, damit die Inhaltsstoffe der Zahnpasta, die sogenannten Fluoride besser einwirken können.

  • Worauf müssen Sie im allgemeinen achten?
    • Zähne mindestens zweimal täglich zwei Minuten lang putzen.
    • Beim Putzen darauf achten, wirklich alle Zähne zu bearbeiten. Am besten immer in der gleichen Reihenfolge bürsten.
    • Besondere Risikozonen sind Zahnflächen, die oben im Gaumen und vor der Zunge liegen. Hier besonders sorgfältig putzen.
    • Zu starker Druck beim Bürsten oder falsche Putzbewegungen können einen Zahnfleischrückgang an einzelnen Zähnen verursachen und die Zahnhälse freilegen. Also nicht zu fest oder waagerecht putzen. Der Druck sollte höchstens 200 Gramm betragen.
    • Unterwegs ist es hilfreich, zuckerfreie Zahnpflegekaugummis oder –bonbons in der Tasche zu haben. Das Kauen beziehungsweise Lutschen regt den Speichelfluss an. Speichel neutralisiert zahnschädigende Säuren, die von Kariesbakterien gebildet werden.
    • Auf die richtige Zahnbürste achten. Spätestens nach zwei Monaten ist eine neue Zahnbürste fällig.
    • Mundspülungen sind nicht unbedingt nötig, falls sie nicht vom Arzt zum Beispiel nach einer Zahnoperation verordnet wurden. Jedoch verleihen sie einen frischen Atem. Medizinische Mundspülungen sind nur über einen kurzen Zeitraum zu verwenden.
    • Zu Zahn schützenden Lebensmitteln gehören unter anderem Avocados, Käse, rohe Zwiebeln, Lakritze sowie grüner Tee. Die Vitamine C und D, die unter anderem in Obst, Gemüse, Fisch und Milchprodukten enthalten sind, sind speziell für Zähne und Zahnfleisch gut.

Hinweis:

Unsere Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch, sondern können diesen lediglich ergänzen oder als Vorbereitung dienen. Nur ein Arzt kann durch genaue Untersuchungen feststellen, um welche Erkrankung es sich handelt. Daher sollten diese Auskünfte nicht zur Selbstbehandlung genutzt werden. Wenn Sie die oben genannten Empfehlungen nicht beachten und Ihnen dadurch ein Schaden entsteht, übernimmt die IKK Südwest keine Haftung.

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