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Mobbing am Arbeitsplatz: Wenn aus Kollegen Feinde werden

Mobbing geht weit über die einfachen Streitigkeiten innerhalb einer Bürogemeinschaft hinaus: Hier gehen alltägliche Konflikte in Ausgrenzung, Feindseligkeit und starke psychische Belastungen über. Die IKK Südwest erklärt Ihnen, wie Sie als Arbeitgeber – mit einer selbstkritischen Analyse des Unternehmens – Mobbing wirksam gegensteuern können.

Was ist Mobbing

Das Wort Mobbing leitet sich vom englischen Begriff „to mob“ ab, der übersetzt so viel wie „anpöbeln“, „schikanieren“ und „attackieren“ bedeutet. Mobbing beschreibt somit ein Phänomen in der Arbeitswelt, bei dem einzelne Personen oder eine Gruppe andere Kollegen gezielt angreifen. Während beispielsweise das cholerische Verhalten eines Vorgesetzten in ähnlicher Weise alle Personen betrifft, die mit ihm zusammenarbeiten, ist es beim Mobbing eine einzelne, bestimmte Person, die oft plötzlich und scheinbar willkürlich zum Mobbingopfer wird. Erfolgt das Mobbing durch den Chef, ist auch von „bossing“ die Rede.

Im Gegensatz zu kurzzeitigen stressbedingten Ausfällen kommt es bei Mobbing zu häufigen und regelmäßigen Vorfällen. Dabei wird die betreffende Person erniedrigt, um letztendlich die Ausgrenzung aus dem Arbeitsverhältnis, also eine Kündigung, zu erreichen. Diese feindseligen Handlungen geschehen mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Dauer.

Ursachen von Mobbing

Wo verschiedene Menschen teils über Jahre hinweg auf engstem Raum miteinander arbeiten, kann bei Differenzen schnell ein gereiztes Arbeitsklima entstehen. Viele Menschen leiden etwa darunter, dass der Chef einen ungerecht behandelt. Hinzu kommt, dass man sich die Kollegen meist nicht aussuchen kann, jedoch viel Zeit mit diesen verbringen muss. In so einer Zwangsgemeinschaft entstehen gegebenenfalls Rivalitäten und echte Feindschaften, die auch mal zu offenen oder schwelenden Konflikten heranwachsen. Die Grenzen zwischen Alltagskonflikt und Mobbing sind hier oft fließend.

Die vier Mobbing-Ebenen

Im Allgemeinen finden Mobbing-Angriffe auf vier unterschiedlichen Ebenen statt:

  • Ebene „Kommunikation“:  Der Kontakt wird schlicht und einfach verweigert, jemand wird „wie Luft“ behandelt und gemieden.
  • Ebene „Soziales Ansehen“: Gerüchte werden verbreitet und so ein Bild im sozialen Umfeld geschaffen, das sich nachträglich nur schwer korrigieren lässt. Beim Cybermobbing, Mobbing im Internet, zeigt sich dieses Verhalten in Sozialen Netzwerken, Chats oder E-Mails.
  • Ebene „Arbeit“: Die Betroffenen erleben, dass ihre Kompetenz und ihr fachliches Ansehen demontiert werden.
  • Ebene „Arbeitszufriedenheit“: Den Betroffenen werden unliebsame Arbeiten zugeteilt oder die Einsatzorte und Arbeitszeiten so geändert, bis sich die Arbeitsbedingungen zunehmend verschlechtern.

Folgen von Mobbing: Belastung für Körper und Seele

Mangelnde fachliche oder soziale Anerkennung und ständige Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung stellen im betrieblichen Umfeld eine hohe Belastung dar. Die feindseligen Handlungen signalisieren der gemobbten Person, dass sie nicht respektiert wird, und verfolgen eine weitgehend destruktive Absicht. Das Opfer soll durch systematische Missachtung nicht nur gestraft, sondern in vielen Fällen sogar vollkommen aus dem Betrieb geekelt werden. In der Folge können beim Mobbingopfer oftmals weitreichende psychische Erkrankungen auftreten, zum Beispiel ein posttraumatisches Stress-Syndrom und Depressionen.

Vorbeugen im eigenen Betrieb: Was tun bei Mobbing?

Mobbing ist für Unternehmen ein schwieriges Thema, denn eine wirkungsvolle Prävention und Bekämpfung erfordert insbesondere eine selbstkritische Analyse der Arbeitsbedingungen, des Führungsstils und der Unternehmenskultur. Die Ursachen entstehen häufig durch organisatorische Mängel und Kommunikationsprobleme, die vielfältige Auswirkungen auf das Arbeitsklima haben.

An dieser Stelle greift die Gefährdungsbeurteilung, die laut Arbeitsschutzgesetz durch den Arbeitgeber erfolgt. Diese stuft psychosoziale Belastungen als gesundheitliche Gefährdung ein; der Vermeidung obliegt dem Arbeitgeber. Er ist für die Umsetzung und damit für die gesundheitliche Unversehrtheit seiner Beschäftigten verantwortlich.

Die Prävention von Mobbing kann wie folgt gewährleistet werden:

Führungskräften kommt beim Kampf gegen Mobbing am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle zu – sowohl was die Vermeidung anbetrifft, als auch die Verursachung.

Hilfe bei Mobbing und Beratungsstellen

Mobbingopfer können sich an Kollegen, Vorgesetzte und Personalabteilung beziehungsweise Betriebs- und Personalrat wenden. Weiterhin bieten Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen ihre Hilfe an.

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