0800/0 119 119
kostenfreie Hotline 24 Stunden / 365 Tage im Jahr
Startseite Medizin & Gesundheit Tipps für ein gesundes Berufsleben Berufskrankheit Hautkrebs

Berufskrankheit Hautkrebs

Studie zeigt gefährdete Berufsgruppen

Bauarbeiter, Postboten, Gärtner oder Dachdecker haben einen Arbeitsplatz, für den sie im Sommer von Vielen beneidet werden. Diese Berufsgruppen können bei schönstem Wetter im Freien ihrer Arbeit nachgehen und werden gleichzeitig von den Sonnenstrahlen gut gebräunt – „Büromenschen“ müssen dafür am Wochenende ins Freibad oder in den heimischen Garten. Allerdings hat dieser augenscheinliche Vorteil auch seine Schattenseiten: Weißer Hautkrebs ist bei den Berufsgruppen, die krebserzeugender UV-Licht ausgesetzt sind, stark verbreitet. Die Hautkrankheit ist seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Die Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste), welche alle anerkannten Berufskrankheiten enthält, finden Sie in der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) in der Anlage 1.

UV-Strahlung ist eine Ursache von Hautkrebs

Dass die hohe UV-Belastung Hautkrebs verursacht, ist seit vielen Jahren bekannt. Wie stark die Belastung in einzelnen Berufsgruppen wirklich ist, war bis vor Kurzem jedoch unklar. Diese Lücke hat jetzt eine Studie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) geschlossen, auf die im Folgenden genauer eingegangen wird.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Belastung aller Berufsgruppen, die vorwiegend im Freien arbeiten.

Berufe mit der höchsten UV-Belastung – Kanalbauer nehmen ersten Platz ein

Eine Standard-Erythem-Dosis (SED) ist die Menge an UV-Strahlung, die ausreicht, um bei einem empfindlichen Hauttyp einen Sonnenbrand auszulösen. Die Studie des IFA zeigt, dass Kanalbauer, die überirdisch arbeiten, der Sonne mit einem Wert von 581 (SED) pro Jahr am stärksten ausgesetzt sind. Damit sind sie weit abgeschlagen von Dachdeckern (444 SED/Jahr), Maurern (435 SED/Jahr) oder Obst- und Gemüsebauern (395 SED/Jahr). Landwirte kommen nur auf 211 SED/Jahr.

UV-Schutz als Aufgabe für Arbeitgeber

Gemäß § 4 des Arbeitsschutzgesetzes sind Gefahren wie weißer Hautkrebs an ihrer Quelle zu bekämpfen. Der Arbeitgeber ist somit verpflichtet, verstärkt Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Folgende organisatorische oder technische Maßnahmen können weißem Hautkrebs vorbeugen:

  • Sonnensegel an Baustellen reduzieren erheblich die UV-Belastung (zum Beispiel oft geeignet an Tiefbaustandorten).
  • Tageszeiten für Arbeiten so wählen, dass die UV-Belastung schwach ist.
  • Die Beschäftigten müssen körperbedeckende Kleidung sowie Kopfschutz tragen, wenn die oben genannten Punkte die UV-Strahlen nicht ausreichend abhalten.
  • Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.

Falls Sie Hilfe beim Planen der Schutzmaßnahmen benötigen, können Ihnen Berater der Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungen dabei zur Seite stehen.

Hautschutz als oberstes Gebot

Die Beschäftigten aus den zuvor genannten gefährdeten Berufsgruppen, aber generell jedermann, sollten ihren Körper regelmäßig auf Hautveränderungen untersuchen.

Die Haut schützt unseren Körper und nimmt vielfältigste Aufgaben wahr. Grund genug, sie gut im Auge zu behalten sowie zu schützen. Die IKK Südwest übernimmt für alle Versicherten ab dem 19. Lebensjahr die Kosten für ein jährliches Hautkrebs-Screening. Im Rahmen dieser Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs können Schädigungen der Haut frühzeitig erkannt und schnell therapiert werden.

Mehr Informationen zum jährlichen Hautcheck der IKK Südwest finden Sie hier.
Wir betten auf unserer Internetseite zunächst deaktivierte Social-Media-Schaltflächen zum Teilen auf Facebook und Tweeten auf Twitter ein. Ihre personenbezogenen Daten werden dadurch nicht ohne Ihre Zustimmung an die Betreiber der genannten Netzwerk-Plattformen gesendet. Erst wenn Sie eine der Schaltflächen anklicken wird diese aktiviert und Ihre personenbezogenen Daten werden an die jeweilige Netzwerk-Plattform übermittelt. Durch einen Klick auf eine Social-Media-Schaltfläche geben Sie gem. § 4a SDSG Ihre Einwilligung zur Datenübertragung an den jeweiligen Netzwerk-Plattform-Anbieter.

Ergänzend verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung.

Schrift vergrößern / verkleinern

Bitte drücken Sie auf Ihrer Tastatur die Taste "Strg" und die Taste "+" um die Schrift zu vergrößern, oder "Strg" und die Taste "-" um die Schrift zu verkleinern.

English website

IKK Südwest will provide
you with information in English about
the German health system and offer a
brief overview of its services.

Site Internet français

L’IKK Südwest vous informe
en français sur le système sanitaire
allemand et vous donne un bref aperçu
de ses prestations.