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Erprobungsstudie Liposuktion beim Lipödem

Sie leiden an einem Lipödem und die Standardbehandlungen schaffen Ihnen keine Linderung? Dann können Sie sich jetzt für eine Teilnahme an der Erprobungsstudie Liposuktion beim Lipödem beteiligen.

Studie zur Liposuktion beim Lipödem in Vorbereitung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine klinische Studie in Auftrag gegeben, in der ab Anfang 2020 die Liposuktion (operative Fettabsaugung) mit der nichtoperativen Standardbehandlung des Lipödems verglichen werden soll. Die Kosten der Liposuktion werden im Rahmen der Erprobungsstudie Liposuktion beim Lipödem von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

  • Wer kann an der Erprobungsstudie Liposuktion beim Lipödem teilnehmen?
    An der Studie Liposuktion beim Lipödem können Frauen mit Lipödem der Beine teilnehmen, bei denen es unter der Standardbehandlung nicht zu einer ausreichenden Beschwerdelinderung gekommen ist. Wichtig ist, dass es sich tatsächlich um ein Lipödem handelt. Ob sie tatsächlich an der Studie teilnehmen können, entscheidet der Studienarzt bzw. die Studienärztin nach der Untersuchung. Grundlage der Entscheidung sind die medizinischen Bedingungen des Studienprotokolls.
  • Liposuktion beim Lipödem: Wo kann man sich zur Studie anmelden?

    Die Studie wird voraussichtlich an 10 Studienzentren (Kliniken oder Praxen) in Deutschland durchgeführt werden, etwa 450 Frauen können teilnehmen.

    Für Frauen, die an der Studie teilnehmen möchten, wurde eine Internetseite eingerichtet, unter der sie ihr Interesse an der Teilnahme anmelden können. Diese wird von einer informationstechnischen Servicegesellschaft im Auftrag aller Krankenkassen betrieben.

    Sollten mehr Interessentinnen als Studienplätze vorhanden sein, so wird ein Losverfahren durchgeführt. Die so ermittelten Frauen werden dann durch das ihrem Wohnort am nächsten liegende Studienzentrum zu einem Untersuchungstermin eingeladen.

    Falls Sie Interesse an der Studienteilnahme haben, können Sie dies unter www.erprobung-liposuktion.de unter Angabe Ihrer Kontaktdaten bekunden. Dort werden von Seiten des GKV-Spitzenverbandes sukzessiv weitere Information zur Studie bekannt gegeben. Die Interessenbekundung über die Webseite wird vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 möglich sein.

    Wenn Sie keinen Internetzugang haben, können Sie sich von Ihrer IKK Südwest ein Formular zur Interessenbekundung zuschicken lassen und dieses ausgefüllt bis zum 31.12.2019 an die Informationstechnische Servicegesellschaft zurücksenden.

    Jede Interessentin kann nur eine Interessenbekundung abgeben. Alle Interessentinnen mit Internetzugang werden gebeten, ihre Interessenbekundung über die oben genannte Webseite abzugeben.

    Nähere Informationen zum Krankheitsbild des Lipödems und zur Liposuktion finden Sie unter www.erprobung-liposuktion.de

  • Was ist ein Lipödem?
    Beim Lipödem handelt es sich um eine schmerzhafte, symmetrische, übermäßige Fettgewebsvermehrung an Armen oder Beinen. Das Lipödem tritt nahezu ausschließlich bei Frauen auf. Typisch ist eine Neigung zu Hämatomen („blauen Flecken“) auch bei kleinen Verletzungen. Zusätzlich können vermehrte Wassereinlagerungen in den betroffenen Regionen bestehen. Die Standardbehandlung ist die so genannte komplexe physikalische Entstauungstherapie. Sie besteht aus der Anwendung von Lymphdrainage, Kompression durch spezielle Strümpfe und Bewegungstherapie. Seit einigen Jahren bieten Ärzte auch die chirurgische Fettabsaugung bei einem Lipödem an den betroffenen Körperpartien an – die sogenannte Liposuktion.
  • Was weiß man über Liposuktion, die Fettabsaugung bei einem Lipödem

    Bisher ist die Liposuktion keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, weil es keinen wissenschaftlich hochwertigen Beleg dafür gibt, dass die Fettabsaugung bei einem Lipödem besser wirksam ist als die konservative Standardbehandlung aus Kompressionstherapie, Lymphdrainage und Bewegungstherapie. Man kann also nicht mit Sicherheit sagen, ob die Frauen durch die Operation nachhaltig von ihren Beschwerden befreit werden. Dazu müssen die beiden Verfahren an zwei Gruppen von Patientinnen direkt miteinander verglichen werden.

    Die Datenlage zur langfristigen Sicherheit der Liposuktion beim Lipödem ist ebenfalls noch unzureichend. So ist nicht auszuschließen, dass nach der Liposuktion Fettgewebe nachwächst oder dass der Eingriff im Unterhaut-Bindegewebe zu Narbenbildungen führt, die den Lymphabfluss behindern. Diese Fragestellungen sollen in der Studie untersucht werden.

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