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Beschäftigte Rentner: Wichtige Informationen zu Minijob & Co.

Sei es, dass finanzielle Zwänge es erforderlich machen oder dass ihnen zu Hause schlicht „die Decke auf den Kopf fällt“ – viele Rentner haben noch einen oder sogar mehrere Nebenjobs. Aus betrieblicher Sicht zeichnen sich Rentner etwa durch ihre hohe Sozialkompetenz und Motivation sowie enorme Berufserfahrung und Qualifikation aus. Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland tut sein übriges.

Die IKK Südwest beantwortet im Folgenden die wichtigsten Fragen zum Thema.

Beschäftigung allgemein

  • Was muss ein Arbeitgeber berücksichtigen, wenn er einen Rentner als Arbeitnehmer beschäftigt?
    Vom Grundsatz her werden beschäftigte Rentner wie alle anderen Beschäftigten beurteilt. Das heißt, dass auch hier die gleichen Regelungen zur Sozialversicherungspflicht und -freiheit gelten. Sofern Beschäftigte eine Altersrente beziehen, sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Ebenso kann es für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Bedeutung sein, ob eine Teil- oder Vollrente bezogen wird.
  • Was ist bei einer geringfügigen Beschäftigung und Rentenbezug zu beachten?

    Rentner werden häufig in den Grenzen der Geringfügigkeit beschäftigt.

    Als kurzfristig Beschäftigte sind Rentner unter den allgemeinen Voraussetzungen sozialversicherungsfrei. Ist der Rentner erst im Jahresverlauf aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden, werden für die Prüfung der Kurzfristigkeit nur die Beschäftigungszeiten nach dem Ausscheiden berücksichtigt.

    Rentner mit einem Minijob, also mit einem regelmäßigen Arbeitsentgelt maximal bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat, sind kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei. In der Rentenversicherung besteht grundsätzlich Versicherungspflicht, mit der Möglichkeit der Befreiung. Bezieher einer Altersvollrente sind generell rentenversicherungsfrei.

    Im Übrigen gelten die gleichen Regelungen – insbesondere hinsichtlich der Zusammenrechnung mit anderen Beschäftigungen – wie bei „Nicht-Rentnern“.

  • Welche Hinzuverdienstgrenzen gelten und was passiert, wenn diese überschritten werden?

    Wie viel ein Rentner zur gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf, ohne den Rentenanspruch zu gefährden, hängt vom Lebensalter ab. Wenn bereits die Regelaltersgrenze erreicht wurde, kann ein Rentner grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen.

    Dennoch ist zu beachten, dass sich durch das neue Flexirentengesetz vom 1. Juli 2017 an umfangreiche Änderungen in den Hinzuverdienstregelungen ergeben.

    Im Zweifel sollte der Rentner sich vor Beschäftigungsbeginn bei seinem Rentenversicherungsträger seine individuelle Hinzuverdienstgrenze ausrechnen lassen.

  • Was versteht man unter der Regelaltersgrenze?
    Die Regelaltersgrenze lag bislang einheitlich für alle Versicherten beim vollendeten 65. Lebensjahr. Diese Altersgrenze wird für Versicherte der Geburtsjahrgänge ab 1947 schrittweise auf das vollendete 67. Lebensjahr angehoben. Die für die einzelnen Geburtsjahrgänge maßgebende Altersgrenze kann auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung nachgelesen werden.

Sozialversicherung

  • Ist es als Arbeitgeber wichtig zu wissen, welche Rente bezogen wird?
    Die gesetzliche Rentenversicherung leistet im Wesentlichen Renten wegen Todes (z. B. Witwer-/ Witwenrenten, Waisenrenten), wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und wegen Alters. Abgesehen von den Hinterbliebenenrenten, deren Bezug sich sozialversicherungsrechtlich nicht auswirkt, lösen die verschiedenen Rentenarten in den einzelnen Versicherungszweigen unterschiedliche Konsequenzen aus.
  • Was ist zu beachten, wenn eine Altersrente bezogen wird?

    Der Bezug einer Vollrente wegen Alters hat Einfluss auf den maßgeblichen Beitragssatz in der Krankenversicherung. Da kein Anspruch auf Krankengeld besteht, erfolgt die Beitragsberechnung anhand des ermäßigten Beitragssatzes. Wird lediglich eine Teilrente wegen Alters bezogen, schließt das den Krankengeldanspruch nicht aus, folglich gilt der allgemeine Beitragssatz.

    Der Altersrentenbezug wirkt sich nicht auf das Versicherungsverhältnis bzw. den anzuwendenden Beitragssatz in der Pflegeversicherung aus. Beschäftigte Rentner, die vor dem 1. Januar 1940 geboren sind, zahlen trotz Kinderlosigkeit keinen Beitragszuschlag (0,25 Prozent).

    Altersvollrentner, nicht aber Teilrentner, sind nach Ablauf des Monats in der Rentenversicherung versicherungsfrei, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: Der Versicherungszweck ist erreicht, durch die Zahlung weiterer Beiträge kann grundsätzlich keine Leistungsverbesserung mehr erreicht werden. Der Arbeitgeber ist aus arbeitsmarktpolitischen Gründen aber nicht von seiner Beitragspflicht befreit, er zahlt gleichwohl seinen Beitragsanteil. Im Meldeverfahren ist der Personengruppenschlüssel 119 zu verwenden.

    Seit dem 1. Januar 2017 können Altersvollrentner aber auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten. Dann zahlt er weiter Rentenversicherungsbeiträge. Dies führt im Ergebnis zu einer Erhöhung der Rentenzahlung. Im Meldeverfahren ist für diese Fälle der Personengruppenschlüssel 120 zu verwenden.

    In der Arbeitslosenversicherung werden Arbeitnehmer mit Ablauf des Monats versicherungsfrei, in dem sie die Altersgrenze für ihren Anspruch auf eine Regelaltersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht haben. Allerdings hat der Arbeitgeber in diesen Fällen den halben Arbeitslosenversicherungsbeitrag zu zahlen. Aufgrund des Flexirentengesetzes entfällt für die Jahre 2017 bis 2021 die Verpflichtung für die Entrichtung des Arbeitgeberanteils.

  • Gelten diese Beurteilungen auch, wenn eine Erwerbsminderungsrente bezogen wird?
    Die Ausführungen zu den Altersrenten gelten für die Krankenversicherung sinngemäß, d. h. ermäßigter Beitragssatz bei voller Erwerbsminderung bzw. allgemeiner Beitragssatz bei teilweiser Erwerbsminderung.

    Der Bezug einer Erwerbsminderungsrente wirkt sich in der Pflege- und Rentenversicherung nicht aus.

    Der Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung führt zu Versicherungsfreiheit in der Arbeitslosenversicherung. Eine teilweise Erwerbsminderung ändert jedoch nichts am Status.

  • Welche Besonderheiten sind für beschäftigte Rentner hinsichtlich Meldungen zu beachten?
    Welcher Beitragsgruppenschlüssel bzw. welche Personengruppe in der DEÜV-Meldung zu nutzen ist, zeigt Ihnen folgende Übersicht (PDF). Diese ist maßgebend für ab dem 1. Januar 2017 aufgenommene Beschäftigungsverhältnisse.

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