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Long COVID – Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung

Viele Menschen kämpfen auch noch lange Zeit nach ihrer COVID-19-Infektion mit den Spätfolgen ihrer Erkrankung. Mit zunehmender Dauer der Pandemie zeigt sich immer deutlicher, dass eine SARS-CoV-2-Infektion auch bei mildem Krankheitsverlauf oder unbemerkter Infektion, langfristige gesundheitliche Folgen haben kann. Die häufigsten Fragen zu möglichen Langzeitfolgen von COVID-19 finden Sie hier im Überblick. Bei der Bereitstellung der Informationen orientieren wir uns an den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI).

Was ist Long COVID? Was ist der Unterschied zu Post COVID?

Aus einer SARS-CoV-2-Infektion können längerfristige, gesundheitliche Folgen resultieren. Für dieses Phänomen hat sich der Begriff Long COVID etabliert. Long COVID umfasst alle Beeinträchtigungen von körperlicher und psychischer Gesundheit, die im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Corona-Infektion stehen, und die Funktionsfähigkeit im Alltag und die Lebensqualität negativ beeinflussen. Die Beeinträchtigungen treten entweder bereits in der akuten Erkrankungsphase auf und bleiben längerfristig bestehen, oder sie treten im Verlauf von Wochen und Monaten nach der Infektion (wieder) auf.

In der Regel spricht man von Long COVID, wenn die Symptome nach mehr als vier Wochen nach der COVID-19-Erkrankung noch da sind oder erst auftauchen. Der PCR-Test ist dann negativ, die Symptome lassen sich also nicht auf eine akute Corona-Erkrankung zurückführen. Beim Post-COVID-Syndrom sind Symptome auch nach 12 Wochen nach der Erkrankung noch vorhanden oder treten zum ersten Mal auf, ohne sich anderweitig erklären zu lassen.

Infografik die den Verlauf und die Symptome von Long Covid erläutert

Quelle: Robert Koch-Institut – Gesundheitliche Langzeitfolgen (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Gesundheitliche_Langzeitfolgen.html, Stand: 26.1.2022)

Welche Beschwerden haben Long-COVID-Betroffene?

Zu den häufigsten Symptomen, die einzeln oder in Kombination auftreten können, zählen anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, eingeschränkte Belastbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen sowie psychische Probleme (wie depressive Phasen und Ängstlichkeit).

Betroffene berichten außerdem von Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Husten, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, Schwindel, Schmerzen im Brustbereich, Herzklopfen und -stolpern, Kopfschmerzen, Haarausfall oder allgemeinem Unwohlsein.

Weitere Langzeitfolgen, die nach einer Corona-Infektion auftreten können, sind eine verschlechterte Lungenfunktion sowie Komplikationen an anderen Organen, wie z.B. eine Herzmuskelentzündung, aber auch Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus, oder Thromboembolien (Verstopfung eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel).

Wie viele Menschen sind von Long COVID betroffen?

Hierzu gibt es bislang mehrere Studien mit teils unterschiedlichen Ergebnissen: Laut der Weltgesundheitsorganisation könnten 10 Prozent der Infizierten zwölf Wochen nach ihrer Infektion Long COVID haben. Auch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie schätzte im Juli 2021, dass 10 bis 15 Prozent aller Erkrankten mit den Langzeitfolgen zu kämpfen haben. Sie bezieht sich dabei auf eine Studie, deren Daten zwischen März und September 2020 erhoben wurden. Eine Studie der Uni Mainz geht von bis zu 40 Prozent der Infizierten aus, die mehr als ein halbes Jahr später noch Symptome haben.

Wer hat ein erhöhtes Risiko gesundheitliche Langzeitfolgen von COVID-19 zu entwickeln?

Menschen, die schwere akute COVID-19-Verläufe hatten, leiden Erkenntnissen zufolge häufiger an längerfristigen Symptomen als Personen, die zunächst einen milden Verlauf hatten. Doch auch Menschen mit zunächst milden Verläufen sind von Long COVID betroffen. Weitere Risikofaktoren sind:

  • ein hohes Alter sowie
  • psychische und körperliche Vorerkrankungen wie starkes Übergewicht und Erkrankungen der Lunge und des Herzens

Sind auch Kinder von Long COVID betroffen?

Auch Kinder und Jugendliche können an gesundheitlichen Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung leiden. Die Art der Symptome unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von denjenigen, die für Erwachsene berichtet werden. Wie ausgeprägt und wie häufig Kinder und Jugendliche betroffen sind, ist allerdings noch nicht vollumfänglich erwiesen.

Kann man Long COVID vorbeugen?

Gegenwärtig ist die beste Möglichkeit eine Corona-Infektion zu vermeiden, die Infektionsschutzmaßnahmen einzuhalten. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass eine vollständige SARS-CoV-2-Schutzimpfung (weitere Informationen finden Sie hier) nicht nur vor schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung schützt, sondern auch die Ausprägung von vorbestehenden Long-COVID-Symptomen (bei Infektion vor Impfung) mildert und im Zusammenhang mit einer Infektion trotz Impfung (Durchbruchsinfektion) mildernd wirkt. Allerdings ist auch hier der Kenntnis- und Forschungsstand nicht abgeschlossen.

Was können Betroffene mit Long COVID tun?

Die IKK Südwest rät Menschen mit Beschwerden zum Arztbesuch. Um Missverständnisse und Unzufriedenheit zu vermeiden, können sich Patienten auf das Gespräch mit ihrem Arzt vorbereiten. Denn mit dem Vorliegen aller relevanten Informationen kann der Arzt die Diagnose besser stellen und die Behandlung besser ausrichten. Hierzu gehören:

  • Informieren Sie den Arzt darüber, welche Symptome auftreten und beschreiben Sie diese möglichst genau.
  • Notieren Sie sich im Vorfeld, welche Medikamente Sie aktuell einnehmen,
  • ob bei Ihnen chronische Krankheiten und Vorerkrankungen vorliegen, ob bestimmte Krankheiten in Ihrer Familie häufiger auftreten.
  • Und: Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

Wo finden Betroffene weitere Informationen?

Die IKK Südwest weist auf die Long-COVID-Ambulanzen bzw. – Sprechstunden im Südwesten hin, an die sich COVID-Patienten mit Folgebeschwerden wenden können. Diese Angebote gibt es in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland. Auch spezialisierte Selbsthilfegruppen und der persönliche Erfahrungsaustausch können Betroffenen helfen. Die jeweiligen Selbsthilfekontaktstellen der Bundesländer können konkret an Corona-Selbsthilfegruppen vermitteln.

Bei der IKK-Medizin-Hotline können sich Betroffene und Angehörige kostenlos beraten lassen, wenn es um Fragen zu Long COVID geht: Die Expertinnen und Experten am Telefon geben Auskünfte zur fachärztlichen Behandlung und zu psychologischen Beratungsangeboten. Auch Fragen zu Rehabilitationsmaßnahmen können mit dem Expertenteam besprochen werden. Die Experten können so nicht nur nützliche Tipps geben sondern schnell spezielle Versorgungsangebote vermitteln. Die Hotline ist sieben Tage in der Woche rund um die Uhr unter 0800/0 133 000 erreichbar.

Weitere Informationen zu den Langzeitfolgen von COVID-19 finden Sie zudem auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).

Wichtige Hinweise und Hilfestellungen für den Umgang mit auftretenden Symptomen und Beschwerden durch Long COVID erhalten Sie in der Broschüre der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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