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Corona-Trend: weniger Männer zur Vorsorge

Vorsorgeverhalten regional unterschiedlich

Seit der Corona-Pandemie gehen weniger Menschen zur Krebsvorsorge. Besonders Männer vernachlässigen seitdem noch eher anstehende und lebenswichtige Untersuchungen der Darm- und Prostatakrebsfrüherkennung. Auch gibt es regionale Unterschiede. Das zeigt eine Auswertung der IKK Südwest unter ihren Versicherten in den drei Bundesländern Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Zu wenige Männer nutzten im Jahr 2020 die Möglichkeiten der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen – ein Negativtrend, der sich auch auf für das Corona-Jahr 2021 prognostizieren lässt, für das die abschließenden Daten erst in einigen Wochen vorliegen werden. „Männer sind bei der Vorsorge grundsätzlich zurückhaltender als Frauen. Das hängt auch mit den Geschlechterrollen und Schamgefühl zusammen. Die Verunsicherung vieler Menschen während der Pandemie hat dazu beigetragen, dass die ohnehin schon geringe Inanspruchnahme noch weiter gesunken ist. Viele schieben anstehende Vorsorgeuntersuchungen jetzt noch eher auf“, sagt Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest.

Die Analyse der IKK Südwest zeigt: im vergangenen Jahr war im Schnitt weniger als jeder fünfte Mann bei der Früherkennungsuntersuchung des Prostatakrebs, sogar nur rund jeder zwanzigste war bei der Darmkrebsvorsorge. Am ehesten nutzten die Rheinland-Pfälzer ihren gesetzlichen Anspruch auf die Krebsfrüherkennung, die Saarländer waren am seltensten bei der Darmkrebs- bzw. Prostatakrebsvorsorge. Das Hautkrebsscreening wurde von den hessischen Männern am wenigsten in Anspruch genommen.

Viele verschleppte Krebsdiagnosen in der Region

Um eine Krebserkrankung nicht zu verschleppen und dann in einem fortgeschrittenen Stadium die Diagnose zu bekommen, ist es auch jetzt essentiell regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. „Wir beobachten aktuell wieder, dass viele Männer, aber auch Frauen, unsicher sind, ob und wann sie ihren Arzt aufsuchen, geschweige denn ob sie zur Vorsorge gehen sollen. Das ist verständlich, aber unbegründet. Hier stimmen wir den kürzlich getätigten Ausführungen und Beobachtungen der Saarländischen Krebsgesellschaft zu. Corona ist auch in Zeiten steigender und hoher Inzidenzen kein Grund, Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrzunehmen. Die Arztpraxen sind sicher“, so Prof. Dr. Jörg Loth. „Viele Erkrankungen lassen sich besonders gut behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Viele verschleppen derzeit Krebserkrankungen und erschweren damit ihre Heilungschancen oft um ein Vielfaches.“

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Untersuchungen

Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt. Das Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für Männer ab 35 Jahren, manche Kassen ermöglichen diesen Check sogar ab einem früheren Lebensalter und in kürzeren Abständen, wie zum Beispiel die IKK Südwest. Die Krebsfrüherkennung der Männer, also die Vorsorge auf Prostatakrebs, ist für Männer ab 45 Jahre Bestandteil der Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Für Männer ab 50 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Ansprüchen, auch zu den Zeitabständen zwischen den jeweiligen Untersuchungen, finden Sie unter www.ikk-suedwest.de.

Die IKK Südwest

Aktuell betreut die IKK Südwest mehr als 630.000 Versicherte und über 90.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Versicherte  und Interessenten können auf eine persönliche Betreuung in unseren 21 Kundencentern in der Region vertrauen. Darüber hinaus ist die IKK Südwest an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder www.ikksuedwest.de zu erreichen.

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