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Krisen-Hotline für Hochwasser-Betroffene

Hoher Bedarf an psychotherapeutischer Soforthilfe

Gemeinsam mit dem Eichenberg-Institut und Therapeuten der Dr. Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler unterstützt die IKK Südwest Betroffene der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz mit einer Fluthilfe-Hotline. Viele Helfer*innen und Anwohner*innen der Hochwassergebiete haben mit traumatischen Erlebnissen zu kämpfen: Ziel der kostenfreien telefonischen Beratung ist es, möglichst schnell psychologische und professionelle Hilfe zu leisten. Therapeuten können Betroffene kurzfristig stabilisieren, bei der Trauma-Bewältigung helfen, aber auch mit Tipps und Fachwissen unterstützen. Ziel der Soforthilfe ist es auch, Anzeichen für langfristige psychische Erkrankungen zu erkennen. Der Bedarf psychologischer Unterstützung sei vor Ort immens hoch, sagt Psychologe und Projektpartner Markus Schmitt, der selbst Helfer*innen und Anwohner*innen sowie deren Familien psychologisch betreut.

„Die Betroffenheit in der gesamten IKK-Südwest-Familie ist sehr groß. Gerade auch, weil rund um unser Kundencenter in Bad Neuenahr-Ahrweiler neben unseren Versicherten auch Kolleg*innen betroffen sind. Deshalb war für uns innerhalb kürzester Zeit klar, den Menschen möglichst schnell und niedrigschwellig zu helfen. Das machen wir gemeinsam mit der Kompetenz und Erfahrung des Eichenberg-Instituts sowie der Klinik, damit aus dem Erlebten möglichst keine schweren psychischen Erkrankungen resultieren“, sagt Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der der IKK Südwest.

Ab sofort stehen den zahlreichen Helfer*innen und Betroffenen rund 20 Psychologen und Psychotherapeuten bei der Bewältigung ihrer Traumata und akuten Belastungsstörungen telefonisch zur Seite.

Das Besondere: die auf psychologische Traumata spezialisierten Therapeuten, die die Menschen an der Hotline betreuen, sind dabei größtenteils selbst Betroffene. Viele arbeiten nicht nur im direkten Umfeld zu den Orten der Flutkatastrophe, sondern leben auch dort und haben somit selbst Ähnliches erlebt.

„Unsere Kolleg*innen können dadurch natürlich die Situation der Menschen, von denen sie kontaktiert werden, sehr gut nachvollziehen. Zusätzlich zum fachlichen Know-How, mit dem die Therapeuten Soforthilfe leisten, spielt hier also eine ganz besondere menschliche Komponente eine Rolle, die es den Hilfesuchenden bei der Verarbeitung leichter machen kann“, so Psychologe Markus Schmitt Leitender Psychologe der Klinik.

Schmitt berichtet weiter: „Tausende, die überlebt haben, wurden Zeugen von Menschen, denen sie nicht helfen konnten. Viele Betroffene sind jetzt an dem Punkt, an dem die gefühlte Ohmacht weicht und sie immer mehr realisieren, was passiert ist.“ Verlust von Angehörigen und Existenz spiele dabei eine zentrale Rolle, so Schmitt. „Bei den zahlreichen und oft ungeübten Helfern sind es die schrecklichen Erlebnisse und Bilder der Rettungsaktionen, die sie begleiten und jetzt zu ersten Symptomen führen. Hier ist die Selbstaufopferung oft so groß, dass Menschen darunter zusammenbrechen. Mit der Hotline können wir jetzt sinnvoll intervenieren und dazu beitragen, posttraumatische Belastungsstörungen zu vermeiden.“

Neben der Prävention von Traumafolge-Störungen können die Hotline-Experten bei der Stabilisierung der Betroffenen unterstützen, psychische Symptome frühzeitig erkennen und bei Bedarf auch bei der Suche nach ambulanten und stationären Psychotherapien unterstützen. Anrufen können unmittelbar Betroffene der Flutkatastrophe, belastete Helfer*innen, aber auch Freunde und Angehörige von Betroffenen, die das Gefühl haben, psychologische Unterstützung zu benötigen.

Die kostenfreie psychologische Flut-Hilfe Hotline lautet: 0800 729 5729.

Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr erreichbar.

Die IKK Südwest
Aktuell betreut die IKK Südwest mehr als 640.000 Versicherte und über 90.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Versicherte und Interessenten können auf eine persönliche Betreuung in unseren 21 Kundencentern in der Region vertrauen. Darüber hinaus ist die IKK Südwest an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder www.ikk-suedwest.de zu erreichen.

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