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Saar-Kinder gehen unregelmäßig zum Zahnarzt Nur rund die Hälfte nimmt Zahnvorsorge in Anspruch

Zum morgigen Tag der Zahngesundheit (25. September 2020) appelliert die IKK Südwest an Eltern im Saarland, verstärkt auf die Wichtigkeit einer regelmäßigen Zahnvorsorge ihrer Kinder zu achten und diese nicht zu vernachlässigen – auch um Vorsorgeerfolge aus der Vergangenheit weiter zu erhalten.

Unterdessen verpassten zu viele Heranwachsende im Saarland 2019 die regelmäßige Zahnkontrolle, was eine aktuelle Auswertung der IKK Südwest unter ihren Versicherten im Saarland zeigt: nur 56,32 % der Kinder zwischen 6 und 18 Jahren waren im Jahr 2019 regelmäßig bei der Zahnvorsorge. Im Vergleich zu den IKK Versicherten in Hessen und Rheinland-Pfalz, unter denen sich im vergangenen Jahr 63,90 % bzw. 59,60 % der Kinder und Jugendlichen regelmäßig die Zähne kontrollieren ließen, hat das Saarland damit den niedrigsten Wert.

„Die Auswertung zeigt, dass sich ein Trend fortsetzt, den wir seit Jahren beobachten. Im Teenageralter ist generell ein nachlassendes Putzinteresse zu erkennen, auch kontrollieren die Eltern weniger. Hinzu kommen Fastfood und stark zucker- und säurehaltige Getränke bereits im Kindesalter, was zu einer ungesunden Lebensweise führt und dann oft in schwerwiegenden Zahnerkrankungen wie Karies mündet“, so IKK-Vorstand und Präventionsexperte Prof. Jörg Loth zu den Erkenntnissen zur Zahngesundheit bei Kindern im Saarland. Auch Karieserkrankungen von Babys und Vorschulkindern, oft auch als „Nuckelflaschenkaries“ bezeichnet, die die Folge von zuckerhaltigen Saftoder Teebeimengungen in Trinkfläschchen sein können, seien im Saarland immer noch häufige ärztliche Diagnosen, die man ernst nehmen müsse, so Loth.

„Wir sehen auch, dass gerade Kinder einkommensschwacher Familien seltener zum Zahnarzt gehen. Wichtig ist aber zu wissen, dass Vorsorge keine Frage des Geldbeutels ist, sondern Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, die nicht vernachlässigt werden sollte“, erklärt Prof. Loth.

Kinder und Jugendliche sollten sich zwischen dem 6. Und 18. Lebensjahr zweimal jährlich – je einmal pro Kalenderhalbjahr – zum Schutz vor Zahn- und Parodontalerkrankungen zahnärztlich untersuchen lassen.

Die Kosten dafür übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr sind gesetzlich sechs Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, davon drei im Kleinkindalter.

Um die Zahngesundheit im Saarland weiter zu fördern, appelliert Loth nicht nur an Eltern, auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ihrer Kinder zu achten, sondern befürwortet auch verbindliche Standards in der Kita- und Schulverpflegung. Auch könne eine Kennzeichnungspflicht von stark zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln einen Beitrag für gesündere Zähne im Kindesalter leisten, da dies den zahnschädigenden Zuckerkonsum weiter positiv beeinflussen könne. Die IKK Südwest will niedrigeschwellige Aufklärung rund um die Zahngesundheit weiter verstärken.

Hintergrund

Insbesondere bei den Zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen ab dem 30. Lebensmonat findet neben einer eingehenden Untersuchung der Zähne, eine Einschätzung des Kariesrisikos, eine Ernährungsberatung (Umgang mit Säuren und Zucker) und eine Mundhygieneberatung (bspw. Auswahl der richtigen Zahnpasta, Zahnputztechniken, Umgang mit Hilfsmitteln und die Prophylaxe mit Fluoriden) statt. Es sollen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen sowohl im Zahn,- als auch im Mund und Kieferbereich frühzeitig erkannt werden. Weiterhin ist Ziel, ein frühzeitiges Bewusstsein für die Zahnpflege zu entwickeln. Ab einem Alter von 12 Jahren erhalten Kinder ein Bonusheft, in dem die Vorsorgeuntersuchungen dokumentiert werden. So zahlt sich später im Leben eine regelmäßige Vorsorge für Versicherte aus, da sie bei möglichem Zahnersatz einen höheren Zuschuss erhalten.

Die IKK Südwest

Aktuell betreut die IKK Südwest mehr als 640.000 Versicherte und über 90.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Versicherte und Interessenten können auf eine persönliche Betreuung in unseren 21 Kundencentern in der Region vertrauen. Darüber hinaus ist die IKK Südwest an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder www.ikk-suedwest.de zu erreichen.

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