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„Organspende: Ein anderes Wort für Hoffnung“

IKK Südwest veranstaltet 2. Spendertag in Saarbrücken

Rund 250 Besucher, darunter viele Schülerinnen und Schüler, kamen am 18. November in die Handwerkskammer des Saarlandes nach Saarbrücken, um sich auf dem 2. IKK Spendertag rund um die Themen Organ-, Blut- und Knochenmarkspende zu informieren. Neben den zahlreichen Informationsständen waren es vor allem die Impulsvorträge von Betroffenen und Experten, die Aufschluss über die organisatorischen Strukturen und unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten im Spendeprozess gaben.

Insbesondere der Vortrag von Ellen Ehrenberg, einer herztransplantierten Mutter zweier Kinder, die über ein Jahr auf ein Spenderherz warten musste, machte deutlich, wie eine schwere Erkrankung das Leben eines Menschen schlagartig verändern kann. Für viele Schwerstkranke, die dringend auf eine Organspende angewiesen sind, sei eine Transplantation der einzige Lichtblick in einer sonst düsteren Zukunft, so Ellen Ehrenberg. Der bewegende Vortrag über ihren Leidensweg und ihre Genesung nach der Transplantation trug daher den Titel „Organspende: Ein anderes Wort für Hoffnung“.

Die beiden Transplantationsmediziner Dr. Christian Mönch, der zugleich als Beirat der Deutschen Stiftung Organtransplantation fungiert, und Dr. Urban Sester vom Universitätsklinikum des Saarlandes klärten in ihren Vorträgen über die medizinischen Fakten in Sachen Organspende auf. Hierbei betonten beide die Notwendigkeit, mehr Menschen in Deutschland für die Organspende zu gewinnen, da aufgrund des chronischen Organmangels, der seit dem Jahr 2010 kontinuierlich zunehme, viele Jahre vergingen, bevor schwerkranken Patienten ein geeignetes Organ transplantiert werden könne – allein auf eine Spenderniere warte man durchschnittlich zehn Jahre. Die stetig sinkenden Spenderzahlen signalisierten eine große Verunsicherung in der Bevölkerung, die die Manipulationsskandale der Vergangenheit noch verstärkt hätten. Um die Unsicherheiten und Ängste von möglichen Organspendern zu zerstreuen, gingen die Mediziner in ihren Vorträgen auf verschiedene Organspendemythen ein. Dabei bekräftigte Dr. Christian Mönch, dass der Hirntod, der als Voraussetzung der Organentnahme bei einem Spender gilt, eine der sichersten Diagnosen in Deutschland sei. Dr. Urban Sester hob besonders die Leistungen der Transplantationsmedizin seit den 1980er-Jahren hervor, die zu einer deutlichen Steigerung der Überlebenschancen von Organspendeempfängern beigetragen hätten.

Als Experte für Stammzell- und Knochenmarkspenden referierte Emil Morsch, Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, über den Hintergrund und Ablauf von Typisierungen und Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantationen. Er ermunterte die Besucher des IKK Spendertages ausdrücklich dazu, sich typisieren zu lassen, denn je mehr potenzielle Spender zur Verfügung stünden, desto mehr Leukämie- und Tumorkranken könne geholfen werden. Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Transplantation sei nämlich die Übereinstimmung von Gewebemerkmalen beim Spender und Empfänger. Da es Millionen verschiedener Kombinationen dieser Merkmale gebe, würden neue Spender dringend gebraucht.

Im abschließenden Podiumsgespräch – moderiert von Dr. Andreas Kindel vom Saarländischen Rundfunk – beantworteten die Referenten Fragen aus dem Publikum. Die Diskussionsbeiträge der anwesenden Schülerinnen und Schüler machten deutlich, dass das Interesse insbesondere der jungen Bevölkerung groß ist, sich umfassend über die Thematik zu informieren.

Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest, sieht genau hierin den Schlüssel für eine größere gesellschaftliche Akzeptanz der Organspende: „Wer hinreichend informiert ist, dem fällt es wesentlich leichter, eine Entscheidung zu treffen und diese in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Mit unserem Spendertag wollen wir den Menschen die Informationen zur Hand geben, die sie benötigen, um sich zu entscheiden. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind schon in Planung, denn wir sind davon überzeugt, dass die Kontinuität unseres Engagements wesentlich zur Verbesserung der Situation in der Organspende beitragen wird.“

Aktuell betreut die IKK rund 680.000 Versicherte und mehr als 100.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die IKK Südwest ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder unter www.ikk-suedwest.de erreichbar.

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