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Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Essen und Trinken gehören neben dem Schlafen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Doch im hektischen Berufsalltag achten die meisten zu wenig darauf, diese Grundbedürfnisse angemessen zu befriedigen: Bei Termindruck gibt es mittags auf die Schnelle eine Currywurst mit Pommes an der Imbissbude, zwischendurch statt Obst oder Joghurt einen Schokoriegel oder ein Teilchen vom Bäcker.

Durch eine ausgewogene Ernährung kann man jedoch vielen Krankheiten wie Allergien, Arteriosklerose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch schwere Erkrankungen wie Krebs können im Zusammenhang mit falschen Ernährungsgewohnheiten stehen. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich auch dann richtig zu ernähren, wenn man im Stress ist.

So essen sich Arbeitnehmer fit

Grundsätzlich ist es sinnvoll, die tägliche Ernährung auf fünf kleinere Mahlzeiten, bestehend aus Frühstück, Mittagessen, Abendessen und zwei Zwischenmahlzeiten, aufzuteilen: Auf ein ausgewogenes Frühstück und eine energiereiche Hauptmahlzeit (Mittag- oder Abendessen) sollte nicht verzichtet werden. Mindestens eine Mahlzeit sollte warm sein. Darüber hinaus ist die angemessene Menge an Kalorien wichtig.

Die Kalorienaufnahme sollte sich wie folgt auf die Mahlzeiten verteilen (Hinweis: Diese Angaben sind als Orientierungshilfe zu verstehen, die je nach körperlichem Belastungsgrad variieren kann.):

Beispiel: Handwerker, 25 50 Jahre, Gesamtbedarf 3.600 kcal täglich

Frühstück 25 Prozent à 900 kcal
Zwischenmahlzeit 15 Prozent à 540 kcal
Mittagessen 30 Prozent á 1.080 kcal
Zwischensnack 10 Prozent à 360 kcal
Abendessen 20 Prozent à 720 kcal

Gesund durch die Mittagspause

Wer freut sich nach einem arbeitsreichen Vormittag nicht auf die wohlverdiente Mittagspause. Man kann abschalten, sich mit Kollegen austauschen, den Stress des Vormittags abschütteln und neue Energie für den Nachmittag tanken. Dabei ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung zu achten.

Problem vieler Arbeitnehmer: Keine Kantine und Termindruck verhindern oft eine gesunde Ernährung. Doch mit etwas Fantasie werden auch kurze Mittagspausen zum gesunden kulinarischen Hochgenuss.

  • Ein zu Hause vorbereitetes Mittagessen kann mit zur Arbeit genommen werden. Dabei muss es nicht immer bloß die langweilige Stulle mit Wurst und Butter sein. Richtig vorbereitet und zusammengestellt, sorgt auch ein Lunchpaket für eine ausgewogene Ernährung und schmeckt richtig gut.
  • Wenn es in der Mittagspause trotzdem einmal Fast Food sein soll, sollten die fehlenden Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe unbedingt durch gesunde Nahrungsmittel ergänzt werden. Dies kann zum Beispiel ein Apfel nach der Currywurst sein.
  • Wichtig ist das langsame und bewusste Essen. Wer nebenbei isst, nimmt dies häufig gar nicht wahr und isst umso mehr. Wer sich Zeit zum Kauen lässt, kann die Nahrung besser verdauen und das Sättigungsgefühl hält länger an.
  • Belegte Brote können durch Salatblätter, Gurken- oder Tomatenscheiben zusätzlich bereichert werden.
  • Ein von zu Hause mitgebrachter Salat bleibt lange frisch, wenn er in einem luftdichten Behälter von der Soße getrennt aufbewahrt und erst kurz vor dem Verzehr vermischt wird. 

Ausreichend trinken

Als generelle Faustregel gilt: Der Mensch sollte täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten jede Stunde 200 ml. Wer nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt, wird leistungsschwächer. Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit sind die Folge. Etwa ein Liter Flüssigkeit nimmt der Mensch täglich durch die Nahrung auf, der Rest muss zusätzlich getrunken werden. Je mehr, desto besser. Übrigens: Zu viel trinken gibt es nicht, da überschüssige Flüssigkeit über die Nieren wieder ausgeschieden wird.

Tipps für Arbeitgeber

Sie als Arbeitgeber können Ihren Mitarbeitern bei einer gesunden Ernährung hilfreich unter die Arme greifen. Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter einen Platz haben, an dem sie die Mahlzeiten, zum Beispiel das belegte Brötchen zubereiten und auch essen können. Denn wer immer nur am Schreibtisch sitzt, schaltet nicht ab und der Körper nimmt die Nahrungsaufnahme nicht wahr. Die Folge sind eine verminderte Konzentration, Leistungsabfall und Krankheit.

Trinken Ihre Mitarbeiter genügend? Mangelnde Flüssigkeitszufuhr kann zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und sogar zu schwerwiegenden Krankheiten wie Nierenversagen führen. Erinnern Sie Ihre Mitarbeiter an das regelmäßige Trinken und stellen Sie ihnen einen kühlen Platz für Getränke zur Verfügung.

Wir können Ihnen mit diesen Informationen nur Hinweise bieten, die jedoch keine ärztliche Beratung ersetzen.

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