Diabetes Typ II

Was ist der Diabetes mellitus Typ 2?

Man unterscheidet beim Diabetes mellitus zwei Typen: den Typ 1 und den Typ 2. Die Blutzuckererhöhung beim Typ 1 beruht darauf, dass die Bauchspeicheldrüse gar kein oder nur wenig Insulin produziert.

Beim Typ 2 findet zwar eine Insulinausschüttung statt, die sogar erhöht sein kann. Das Hormon kann jedoch nicht mehr an den Körperzellen wirken. Mediziner sprechen hier von einem relativen Insulinmangel mit Insulinresistenz.

Übergewicht und Bewegungsmangel

Sehr viele Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig. Dies ist teils Folge einer erblichen Veranlagung, vor allem aber von Überernährung und zu wenig Bewegung.

Bei einem Überangebot an Nahrung muss die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschütten. Zugleich bewirken verschiedene Stoffwechselprozesse, dass die Zellen immer unempfindlicher für das Insulin werden: Die Zahl der Insulinrezeptoren auf der Zelloberfläche, also der „Schlösser”, an denen der „Schlüssel” Insulin ansetzt, nimmt ab.

Um diese verringerte Empfindlichkeit (die so genannte Insulinresistenz) auszugleichen, schüttet die Bauchspeicheldrüse zunächst vermehrt Insulin aus. Nimmt die Insulinempfindlichkeit jedoch immer weiter ab, erschöpft sich schließlich die Leistungsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse. Die Insulinproduktion reicht nicht mehr. Als Folge davon bleibt der Blutzuckerspiegel bei den betroffenen Menschen dauerhaft erhöht.

Ziele von IKKpromed

Diabetes mellitus Typ 2, auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische (andauernde) Stoffwechselstörung, bei der der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Die Ursache ist eine gestörte Regulation beziehungsweise eine herabgesetzte Wirkung des Insulins. Insulin ist ein Hormon, welches neben anderen Stoffwechselvorgängen den Blutzuckerhaushalt regelt. Es ist wichtig, denn mit seiner Hilfe können die Körperzellen den Zucker aus dem Blut aufnehmen. Sie benötigen ihn zur Aufrechterhaltung ihrer Funktions- und Leistungsfähigkeit. Ist die Wirkung des Insulins vermindert oder seine Regulation gestört, verbleibt der Zucker im Blut. Der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht.

Der Diabetes mellitus gilt in allen entwickelten Ländern mittlerweile als „Volkskrankheit”. In Deutschland sind mehr als fünf Millionen Menschen betroffen. Von ihnen haben mehr als 90 % einen Typ-2-Diabetes. Jährlich müssen viele Menschen wegen des Diabetes oder seiner Spätfolgen im Krankenhaus behandelt werden. Man geht davon aus, dass der Diabetes zu einem der führenden Gesundheitsprobleme des 21. Jahrhunderts wird.

Unbehandelt können Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt sein. Zudem wächst die Gefahr von schweren Folgekomplikationen. Eine gute medizinische Betreuung vermag das Auftreten und die Schwere von krankheitsbedingten Beeinträchtigungen zu vermeiden oder mindestens zu verringern.

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