Asthma und COPD
Inhalt
Was ist Asthma bronchiale?
„Asthma” bedeutet in der exakten Übersetzung „erschwertes Atmen”. Mit Asthma bronchiale bezeichnet man eine Krankheit der Atemwege, deren wesentliches Merkmal eine behinderte Atmung ist. Der Zusatz „bronchiale” weist auf den Hauptort des Geschehens hin, auf die luftleitenden Atemwege oder Bronchien. Das Asthma wird durch eine Überempfindlichkeit der Schleimhaut der Bronchien hervorgerufen. Sie geht mit einer schwelenden Entzündung einher und führt dazu, dass Reize, die für andere Menschen harmlos sind, beim Asthmatiker die Atemwege verkrampfen lassen. Diese Verkrampfungen setzen oft ohne Vorzeichen ein, sodass die Atemnot als Anfall, also als akut spürbare Verschlechterung, auftritt. Die Überreaktion äußert sich nicht nur in der Verkrampfung der Atemwege, sondern auch in einer übermäßigen Schleimbildung. Der Schleim ist anders als bei Erkältungshusten zäh, glasig und schwer abzuhusten. Aufgrund der verkrampften Atemwege kann der Betroffene nicht mehr frei atmen, sondern empfindet Luftnot und als Folge nicht selten auch Angst. Er atmet schneller und flacher. Der Herzschlag beschleunigt sich häufig. Hinzu kann Husten kommen, der vor allem nachts auftritt.
Was ist COPD?
Hinter der Abkürzung COPD verbirgt sich der englische Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease”, auf Deutsch: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. COPD wird als Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem verwendet. Der Begriff “obstruktiv” besagt, dass die Bronchien dauerhaft verengt sind. Diese Verengung führt zur Atemnot, dem typischen Symptom der COPD. Die Verengung der Bronchien hat dabei drei Ursachen:
- Eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)
- Ein Anschwellen der Schleimhaut in den Bronchien (Ödem)
- Eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion (Hyperkrinie) aufgrund einer dauerhaften Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis)
Ohne eine konsequente Behandlung können im weiteren Verlauf auch die Lungenbläschen in Mitleidenschaft gezogen und schließlich zerstört werden.
Die Behandlungsziele von IKKpromed
Sie oder Ihr Kind sollen belastbar bleiben, die Anforderungen des Alltags bewältigen können und möglichst wenig durch das Asthma bronchiale beeinträchtigt sein. Anfälle von Luftnot, Infektionen der Atemwege, unerwünschte Wirkungen der Behandlung sowie ein schnelles Voranschreiten der Erkrankung sollen vermieden oder verringert werden. Das Behandlungsprogramm IKKpromed strebt an, die bestmögliche Lungenfunktion zu erreichen und gleichzeitig die Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut zu minimieren. Sie selbst oder Ihr Kind können durch eine gesunde Lebensführung, wie etwa regelmäßige Bewegung, zu Ihrer erfolgreichen Behandlung beitragen. Gemeinsam mit dem Arzt besprechen Sie die Therapie und legen persönliche Behandlungsziele fest. Selbstverständlich geschieht dies alles entsprechend den individuellen Möglichkeiten. Ein besonders wichtiger Bestandteil gesunder Lebensführung beim Asthma bronchiale ist der Verzicht auf das Rauchen. Dies bedeutet, dass asthmakranke Erwachsene unbedingt mit dem Rauchen aufhören sollten, aber auch, dass asthmakranke Kinder vor Zigarettenrauch in ihrer Umgebung geschützt werden müssen. Darüber hinaus ist die rechtzeitige Erkennung von Faktoren wichtig, die Asthma bronchiale auslösen bzw. die Anfälle oder deren Häufigkeit verstärken können. Während bei manchen Allergien ein solcher Zusammenhang schnell erkennbar wird, gibt es auch Fälle, in denen die Suche nach der Ursache schwieriger sein kann. Diese Auslöser zu erkennen und Sie oder Ihr Kind hinsichtlich deren Vermeidung zu beraten ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Programms. An IKKpromed können Sie oder Ihr Kind grundsätzlich teilnehmen, so lange die Bedingungen für den Einschluss wie beispielsweise bestimmte Lungenfunktionswerte erfüllt sind. Aus medizinischer Sicht ist eine dauerhafte Teilnahme sehr sinnvoll. So erhalten Sie oder Ihr Kind fortlaufend die beste Behandlung. Sollten Sie eine Teilnahme nicht mehr wünschen, ist dies natürlich jederzeit ohne Angaben von Gründen möglich. Betroffene IKK-Versicherte können sich in IKKpromed einschreiben. Möchten Sie mehr über die Disease-Management-Programme (DMP) der IKK Südwest erfahren? Über unsere kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 erreichen Sie uns an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr.




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