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Bluthochdruck – die unterschätzte Gefahr

Zwischen 18 und 35 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem zu hohen Blutdruck. Alarmierend ist, dass die meisten Betroffenen dies gar nicht wissen, da sie den Blutdruck nicht messen lassen. Die Folge ist eine schleichende, schwerwiegende Schädigung der Gefäße und Organe. Doch auch einige Patienten, die ihre Erkrankung kennen, lassen sich nicht oder nicht ausreichend behandeln. Wegen vermeintlicher Nebenwirkungen vermindern sie eigenständig die Dosierung der Medikamente oder brechen die Therapie zu früh ab.

Das Tückische am Bluthochdruck ist, dass er keine Schmerzen verursacht und sich die Betroffenen nicht krank fühlen. Somit bleibt Bluthochdruck oft jahrelang unbemerkt oder wird auf die leichte Schulter genommen. Die Folgen können Durchblutungsstörungen der Beine, Herzinfarkt, Herzschwäche, Nierenversagen und Schlaganfall sein.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte regelmäßig der Blutdruck kontrolliert werden. Wichtig sind auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Die IKK Südwest bietet ihren Versicherten den Check-up 35 an, der ab dem 35. Lebensjahr im zweijährigen Rhythmus bezahlt wird. Ein Bestandteil des Gesundheitschecks ist das Erkennen von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck.

Checkliste für Bluthochdruckpatienten

Wir haben im Folgenden einige Hinweise für Sie zusammengestellt, falls bei Ihnen bereits Bluthochdruck diagnostiziert wurde:

  • Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil und halten Sie Ihr Normalgewicht. Regelmäßige Ausdauerbelastung, wie flottes Gehen, Radfahren, Joggen, Schwimmen, normalisiert den Blutdruck. Diese sollte möglichst fünfmal pro Woche je 30 Minuten betragen.
  • Ein gesunder Lebensstil bewirkt, dass Sie mit einer geringeren Dosis Ihrer blutdrucksenkenden Medikamente auskommen. Dadurch verringern sich automatisch die Nebenwirkungen.
  • Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck in regelmäßigen Abständen und halten Sie die gemessenen Werte schriftlich in einem Blutdruckpass fest.
  • Gehen Sie regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zum Arzt, um unter anderem Kalium- und Nierenwerte überprüfen zu lassen.
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen, ändern Sie nicht auf eigene Faust die Dosierung und die Einnahmehäufigkeit der verordneten Medikamente. Dabei kann eine Medikamentenbox hilfreich sein.
  • Wenn die Medikamente unangenehme Nebenwirkungen auslösen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, damit die Therapie geändert werden kann.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, wenn trotz aller Maßnahmen und Medikamente der Blutdruck nicht sinkt.

Haben Sie Fragen zum Thema? Unter der IKK Medizin-Hotline 01802/45 56 33 (Sechs Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise maximal 42 Cent pro Minute) beantwortet Ihnen unser Expertenteam täglich von 07.00 bis 22.00 Uhr Ihre Fragen.